ThüringenForst

Hitzefrei im Wald - die grüne Klimaanlage

Der Wald ist für viele eine kühlende Oase inmitten der Sommerhitze. Damit dies auch bei fortschreitendem Klimawandel so bleibt, muss er bewirtschaftet werden. Wälder beeinflussen das Klima nicht nur groß-, sondern auch kleinräumig...

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Da lässt es sich auch bei großer Hitze gut aushalten: Die „grüne Klimaanlage“ Wald bei Ilmenau (Foto: Horst Sproßmann)


Jeder hat an heißen Sommertagen schon die kühlende Oase Wald genossen. Die Temperaturunterschiede zwischen Wald und der Hitzeinsel Stadt können bis zu 6° C und mehr betragen. Je nachdem, welche Baumart vorherrscht, kann der Kühleffekt stärker oder geringer ausfallen. In vitalen Mischwäldern ist die Kühlwirkung am stärksten. Das Kronendach reflektiert das Sonnenlicht und senkt damit die wärmeproduzierende Sonnenenergie innerhalb des beschatteten Waldes.

Zusätzlich unterstützt ein physikalischer Effekt die Kühlwirkung: Insbesondere Laubbäume verdunsten während der Vegetationsperiode Wasser. Dieser stete Verdunstungsprozess benötigt Energie, die der Baum der Umgebung entzieht. Waldbesuchende erleben diese Vorgänge als Kühleffekt. Allerdings funktioniert dies nur, wenn genügend Wasser im Boden für die Baumwurzeln zur Verfügung steht.

Umso wichtiger ist es, bei fortschreitendem Klimawandel die Wälder an das abnehmende Wasserangebot anzupassen. Dies sichert die Landesforstanstalt wie auch viele weitere Waldbesitzende durch die Wiederbewaldung und den Waldumbau mit klimastabilen Baumarten in artenreichen Mischwäldern ab. Und nicht nur das: ThüringenForst unterstützt die Wasserkreisläufe der Wälder, indem alte Entwässerungsgräben verschlossen, Oberflächenwasser gesammelt, Waldteiche instandgesetzt und Waldmoore renaturiert werden. Durch klimaangepasste Waldbewirtschaftung wird die grüne Klimaanlage Wald so auch zukünftig die Auswirkungen sommerlicher Hitze für die Menschen in Thüringen abmildern.
    
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