In jedem Frühjahr und Sommer zeichnet sich das gleiche Bild ab. Der Mensch findet auf der Wiese, im Gebüsch oder am Straßenrand einen kleinen, süßen, hilflos wirkenden Jungvogel. Er nimmt ihn zum Aufpäppeln mit nachhause und das Drama beginnt... Jungvogel Haussperling (Foto: Eva Maria Wiegand)
Meistens handelt es sich jedoch nicht um eine Vogelwaise, sondern um ein flügge gewordenes Jungtier.
Das kleine Haussperlingjunge wirkte am vergangenen Wochenende vor unserem Redaktionsfenster auch ziemlich verloren. Es war bei einem Gerangel bei der Fütterung durch die Vogelmutter mit seinen Brutgeschwistern zusammengestoßen und anschließend auf dem Fensterbrett unserer Redaktion gelandet.
Etwas benommen saß es am Fenster und bewegte sie ersteinmal nicht.
Es dauert aber nicht sehr lange und die Vogelmutter begann das Vogeljunge mit Lauten zu locken. Nach einer Weile folgte es ihr und flatterte davon.
Wenn ein Jungvogel unverletzt ist, dann bitte die Finger weglassen und abwarten, was passiert. Auch wenn die Kleinen noch so hilfebedürftig aussehen. Eva Maria Wiegand