CDU-Landtagsfraktion:

Minijobs nicht einfach schlechter stellen

Zu der Debatte über die Zukunft der Minijobs erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Andreas Bühl: „Nicht die Minijobs sind das Problem. Das Problem ist, dass sich reguläre Arbeit für viele Menschen zu wenig lohnt...


"Wer Menschen aus Minijobs in reguläre Beschäftigung führen will, muss dafür sorgen, dass sich reguläre Arbeit tatsächlich mehr lohnt. Nur Minijobs schlechter zu machen, kann daher kein Weg sein. Es muss darum gehen, dass Beschäftigte von ihrer Leistung auch spürbar mehr im Portemonnaie haben.

Gerade Thüringen ist auf flexible Beschäftigungsformen angewiesen. Rund 120.000 Menschen arbeiten hier in einem Minijob. Für Gastronomie, Tourismus, Landwirtschaft, Einzelhandel und viele Handwerksbetriebe sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil des Arbeitsmarktes. Wer dieses Instrument vorschnell einschränkt, belastet nicht nur die Unternehmen, sondern gefährdet auch Chancen auf Beschäftigung.

Deshalb unterstütze ich die Position von Wirtschaftsministerin Colette Boos-John ausdrücklich. Minijobs pauschal unattraktiver zu machen, schafft keine einzige zusätzliche sozialversicherungspflichtige Stelle. Es besteht vielmehr die Gefahr, dass legale Beschäftigung zurückgeht oder in Schwarzarbeit verdrängt wird.

Wir brauchen einen Arbeitsmarkt, auf dem sich Leistung wieder stärker lohnt. Dazu gehören niedrigere Steuern und Abgaben, weniger Bürokratie und mehr Vertrauen in Arbeitnehmer und Betriebe. Erst wenn diese Voraussetzungen geschaffen sind, kann man seriös darüber sprechen, wie sich Minijobs weiterentwickeln sollen. Alles andere wäre die falsche Reihenfolge.“
    
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