NEPPER, SCHLEPPER, STÄDTERFÄNGER

Vorsicht vor diesem telekomwerber

Er ist kräftig gebaut, hat schwarzen Bart und Glatze und an den Armen etliche Tätowierungen. Er gibt sich als telekom-Mitarbeiter aus. Er hat die passende Kleidung, etwas Überzeugendes an sich und ist gut informiert. Er weiß genau, wer in Ihrer Straße schon telekom-Kunde ist und wer einen anderen Provider bevorzugt. Er behauptet auch souverän, dass er gerade einen anderen, Ihnen bekannten, Kunden zum Wechsel überredet hat...


Er kann seine Lügen gekonnt verbreiten. Fallen Sie nicht darauf rein. Wenn Sie kein telekom-Kunde sind, können Sie zurzeit sein Opfer werden. Ich gebe es ehrlich zu: Ich habe ihm auch geglaubt.

Von meinem Provider weiß ich es jetzt: Es gibt zurzeit keine Endzeit für alte Verträge, kein DSL wird abrupt abgeschaltet, wenn Glasfaser verfügbar ist. Ich denke, dass Sie von anderen Providern das Gleiche erfahren werden.

Er verlangt Unterschriften unter Texte, die Sie auf seinem Tablet nicht lesen können, weil es viel zu dunkel eingestellt ist.

Wenn er gegangen ist, bekommen Sie viele Anrufe sowohl an Ihr Festnetz (9)und auch auf Ihr Smartphone (10). Alle Anrufer, wollen Ihre überlassenen Daten nochmal mit Ihnen abstimmen. Sie bekommen auch 2 e-mails von „Telekom VVI“ mit dubiosen Texten.

Widersprechen Sie beiden z. B.mit diesem Textvorschlag: „Hiermit widerrufe ich fristgerecht alle heute, (Datum), geleisteten Unterschriften. Ich konnte den vorstehenden Text nicht lesen und wurde mit falschen Behauptungen quasi dazu erpresst. Bitte entfernen Sie unverzüglich ALLE erworbenen Daten, sehen Sie ab von weiteren Anrufen! Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt dieser email.“

Jeder, ja auch Sie, kann Kunden für den eigenen oder auch andere Provider werben und die „Fangprämie“ - soweit der Provider eine ausgelobt hat – einstecken. Wenn Sie wollen, können Sie heute für Povider X, morgen für Y und Minuten später für Z werben. Der Werber darf aber nur mit den offiziellen, im Internet jederzeit einsehbaren, Bedingungen des Providers werben. Insbesondere darf er keine Drohszenarien aufbauen, wie z.B. „wenn Sie jetzt hier nicht unterschreiben, stehen Sie schon bald ohne Internet und Telefon da.“

Insbesondere darf der Werber Ihnen nicht zusichern, dass Vergünstigungen, die Sie möglicherweise im Laufe der Jahre von Ihrem Provider erhalten haben, vom neuen Provider übernommen werden.
Wenn Sie gerade Lust und Zeit haben, geben Sie der Suchmaschine Ihres Vertrauens mal den Auftrag, nach „Telekom VVI“ zu suchen.

Ein Rat, vor solchen und ähnlichen Haustürüberfällen sicher zu sein, in Kurzfassung: Mögen die Werber auch noch so sehr wimmern, gar nicht drum kümmern, gar nicht drum kümmern!
Haustür zu und gut!
Axel Adlerauge
    
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