SUP-Piraten lassen schnuppern und laden zum Jedermann-Rennen

Wir machen ein paar verrückte Sachen

Das Stehpaddeln, auch Stand-up Paddling oder kurz "SUP" genannt, hat sich in den letzten Jahren zum Trend-Sport gemausert, das merken auch die Nordhäuser „SUP-Piraten“ deutlich. Das Interesse am Sport auf dem Wasser wächst, für den „SUP-Cup“ am Sundhäuser See will man in diesem Jahr deswegen vom Spitzen- in den Breitensport und Neugierige schnuppern lassen…

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Yoga auf dem Wasser - bei den "SUP Piraten" geht es schon lange nicht mehr nur ums reine Paddeln auf dem See (Foto: Christoph Keil)

Wer zum allerersten Mal auf einem „SUP“ steht, weiß wie wackelig die Angelegenheit sein kann, in der Regel ist die Balance aber schnell gefunden. Bei den „SUP-Piraten“ am Sundhäuser See sind derlei Hürden nach rund vier Jahren lange vergessen, man macht längst ganz andere Sachen auf dem Brett - vom Yoga-Kurs bis zur Fitness-Runde, Seilsprung, Hula-Hoop und anderen Experimente. „Wir machen schon ein paar verrückte Sachen. Im Winter geht es einmal die Woche zum gemeinsamen Eisbaden, während die Kinder in der Halle trainieren können, aktiv sind wir das ganze Jahr, auf dem Wasser, im Wasser und an Land. Die Sache ist gut ins laufen gekommen und bei den Yoga- und Fitness Angeboten gingen uns ehrlich gesagt langsam die Bretter aus. Es sind längst nicht mehr nur die Vereinsmitglieder, die mit auf’s Wasser gehen“, sagt Susanne Ritscher, die die „Piraten“ mit gegründet hat.


Dank des Zulaufs kommt der Verein so auch zu ein paar Euro und kann neues Material anschaffen, ein zweites XXL-Board findet sich inzwischen im Repertoire und gestern konnte man neue Bretter für die Fitness-Kurse einweihen. „Die älteste Teilnehmerin auf dem Wasser hatten wir letzte Woche dabei, 80 Jahre und keine Schwierigkeiten auf dem Brett. Auch die Kinderkurse werden gut angenommen, da haben wir inzwischen 15 Nachwuchs-Paddler“, erzählt Ritscher. „Die Entwicklung geht in Richtung Breitensport und da wollen wir auch hin. Beim SUP-Cup verzichten wir für dieses Jahr deswegen auf die Spitzensportler und werden uns ganz auf den Jedermann-Wettkampf konzentrieren, für Hobby-Paddler, Familien, Kinder, Teams und Firmen.“

Damit Zeit zum Einüben bleibt, alle wieder aus den Ferien zurück sind und man in wärmeren Wasser an den Start gehen kann, wurde der Wettkampf auf Mitte September verlegt. Für die „Piraten“ bleibt so außerdem Zeit, Neulingen die Möglichkeit zu geben, selber einmal „reinzuschnuppern“ und die Grundlagen des Stehpaddelns zu vermitteln.

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Bei den Übungen für Fitness und Balance wird man auf dem Sundhäuser See gerne kreativ (Foto: SUP Piraten Nordhausen)

Im August werde man mehrere Termine für kostenlose Schnupperkurse bieten, kündigt Ritscher an, verbunden mit der Hoffnung, dass sich ein paar Neugierige dann auch trauen, beim SUP-Cup mit anzutreten. „Es wird vier Rennen geben, eine Kurzstrecke über einen Kilometer für Kinder bis 12 Jahre, eine Strecke von zwei Kilometern für Kinder ab 12 Jahren und den „Thüringen-Cup“ über vier Kilometer, an dem jeder teilnehmen kann. Außerdem planen wir einen Kurzstrecken-Sprint auf dem XXL-Sup als spaßigen Team-Wettkampf über 250 Meter. Der kam im letzten Jahr richtig gut an, wir hatten 14 Mannschaften und wir hoffen natürlich, dass wir da dieses Jahr auch wieder hinkommen.“

Mit 24 aktiven Mitgliedern ist man kein Riese unter den Nordhäuser Sportvereinen, man hat sich über die Jahre aber ein gutes Netzwerk aufgebaut, auf dass man auch in diesem Jahr bauen kann, wenn es um die Organisation des Wettkampfs und die Förderung des Sports geht. Die WBG Südharz und die EVN sind wie eh und je mit im Boot und auch Marktpassage, Kreissparkasse, die Physiotherapiepraxen Schmidt und Todt, sowie eine ganze Reihe kleinerer Sponsoren sorgen dafür, dass der Trend-Sport auf dem Sundhäuser See eine Heimat hat. Maßgeblich an der Organisation des „SUP-Cups“ ist zudem das „Sportmarketing“ von Andreas Meyer beteiligt und auch bei Axel Heck bedankt man sich für langjährige Unterstützung und den unkomplizierten Zugang zum See nur zu gerne. "Es gibt ein paar Leute in der Stadt, ohne deren Engagement vieles nicht stattfinden könnte und wir sind dankbar, dass wir immer offene Türen und Unterstützung für den Sport im Allgemeinen und den SUP-Cup im Besonderen gefunden haben", so Ritscher.

Der Wettkampf der Stehpaddler findet am 13. September am Sundhäuser See statt, die Startgebühren liegen bei fünf Euro für Kinder bis 18 Jahre und zehn Euro für Erwachsene. Wer ein Brett des Vereins nutzen will kann die Ausrüstung für fünf Euro mieten, eigenes Material kann und darf aber gerne genutzt werden. Wer mehr zum Wettkampf, dem Sport und den „Piraten“ wissen will, findet die Nordhäuser Stehpaddler natürlich auch im Netz.
Angelo Glashagel
    
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