Ramp Up für das nächste Bookwood

Südharzer Metalfest wirft erste Riffs voraus

Was vor einigen Jahren als „Buchholzer Rocknacht“ seinen Anfang nahm, hat sich als „Bookwood“ zu einem kleinen aber feinen Metal-Festival mit zunehmender Strahlkraft entwickelt. Die nächste Runde Anfang September wirft schon jetzt ihre Schatten voraus, mit dem „Ramp Up“ soll Metal-Fans demnächst ein erster Vorgeschmack gegeben werden…

Was als kleines Projekt einiger Metal-Liebhaber begann hat sich inzwischen zum ordentlichen Festival gemausert - das "Bookwood" bei Buchholz lockte im vergangenen Jahr hunderte Metal-Fans (Foto: Metal Foundation Südharz) Was als kleines Projekt einiger Metal-Liebhaber begann hat sich inzwischen zum ordentlichen Festival gemausert - das "Bookwood" bei Buchholz lockte im vergangenen Jahr hunderte Metal-Fans (Foto: Metal Foundation Südharz)

Seit ein paar Jahren mausert sich das kleine Buchholz mit dem „Bookwood“ Festival zum Südharzer Metal-Mekka. Über zwei Tage wird Anfang September auf einer Pferdekoppel am Rande des Dorfes ordentlich geschrammelt, geschrien und gerockt - sowohl mit lokalen Stimmen als auch mit überregional bekannten Headlinern, ehrenamtlich organisiert von der „Metal Foundation Südharz“. „Angefangen hat das mal als „Buchholzer Rocknacht“. Im Grunde waren das ein paar Väter, die Bock auf Metal hatten und ihren musikalisch versierten Kindern eine Bühne schaffen wollten. Da tummelten sich dann knapp hundert Leute auf ein paar Quadratmetern vor einem Schuppen. Heute sind wir eine Generation weiter und die Söhne von damals leiten den Verein“, erzählt Sven Meschkutat, der das „Bookwood“ mit organisiert. Er selber stieß während der Corona-Zeit zum Verein und half dabei, das Konzertgeschehen durch die Wirren des Verordnungsdschungels zu lotsen. „Wir haben damals zu den wenigen gehört, die überhaupt etwas auf die Beine gestellt bekommen haben. Bei allem Stress den wir damit hatten war das in gewisser Weise auch ein Segen - das Bookwood ist so richtig bekannt geworden“.

Zuerst Regional
Inzwischen lockt das Festival eine erkleckliche Anzahl an Metal-Fans in die Region, neben dem ganz harten Kurs mit „Metalcore“ werden dabei inzwischen auch mal andere Töne angeschlagen und wer Heavy Metal, Hard Rock oder Punk mag, kommt auch auf seine Kosten. Mit „Grave Digger“ konnte man im letzten Jahr einen weit über die Region hinaus bekannten Headliner nach Buchholz holen, die regionalen Wurzeln will man aber nicht vergessen.

Organisiert wird das Happening rein ehrenamtlich durch die Mitglieder der "Metal Foundation Südharz" (Foto: Metal Foundation Südharz) Organisiert wird das Happening rein ehrenamtlich durch die Mitglieder der "Metal Foundation Südharz" (Foto: Metal Foundation Südharz) „Das Rezept ist und bleibt das Gleiche. Wir haben mit Nachwuchsförderung unseren Anfang genommen und die jungen Bands und Projekte aus Nordhausen werden auch immer eine Bühne auf dem Bookwood haben. Danach schauen wir was die Region zu bieten hat und dann kommen die Headliner und Co-Headliner, die schon Rang und Namen haben“, unterstreicht Meschkutat. Lokal blieb’s auch bei der Gestaltung, das Festival-Logo hat der Nordhäuser Tätowierer René Mannich entworfen und auch aus dem Dorf macht inzwischen mancher mit - die Eröffnung des diesjährigen Festivals werden etwa die „Buchfinken“ übernehmen, der Buchholzer Chor.

Ramp up!
Das so zusammengebraute musikalische Metal-Gericht scheint zu munden, mit mehreren hundert Festivalbesuchern hatte man im vergangenen Jahr so viele Gäste, dass man irgendwann niemanden mehr reinlassen konnte. „An sich ist das ja ein gutes Zeichen, aber Leute draußen stehen lassen zu müssen, war kein gutes Gefühl. Gerade wenn es die Menschen vor Ort sind, die bis zur letzten Minute gewartet haben ob das Wetter hält, uns aber schon seit Jahren kennen und begleiten“, sagt Meschkutat. Damit sich diese Szenen nach Möglichkeit in diesem Jahr nicht wiederholen, lädt man demnächst zum „Ramp Up“ nach Herrmannsacker. „Die Idee dahinter ist, schon einmal für Aufmerksamkeit zu Sorgen, quasi die Sache im Vorfeld hoch zu fahren - nichts anderes bedeutet „Ramp up“. Wir haben einen voll gepackten Konzertabend, der einen Vorgeschmack auf das eigentliche Festival im September gibt und wir können die Möglichkeit nutzen, um schon mal ein paar Karten an den Mann zu bringen, insbesondere natürlich an die Szene vor Ort“, so der Mitorganisator. Außerdem wird es ein neues Festival-Shirt geben, zeigen mag man das öffentlich noch nicht, schick sieht’s aber aus.

Im letzten Jahr war das Gelände fast schon zu klein - wer keine Tickets mehr bekam, der soll in diesem Jahr beim "Ramp Up" frühzeitig zuschlagen (Foto: Metal Foundation Südharz) Im letzten Jahr war das Gelände fast schon zu klein - wer keine Tickets mehr bekam, der soll in diesem Jahr beim "Ramp Up" frühzeitig zuschlagen (Foto: Metal Foundation Südharz)

Die Aufwärmrunde im Moshpit ist für den 25. April im Dorfgemeinschaftshaus Herrmannsacker geplant, los geht es um 18 Uhr, das Ticket ist für 15 Euro zu haben. Auf dem Programm steht lokale Kost mit „Room 106“, außerdem die Bands „Bury a Phoenix“, „New Hate Rising“ und „FIIIIIX“. Ganz besonders freut man sich bei den Buchholzer Metallern über den Headliner des Abends, das „Judas Priest Revival“. Die Combo aus Tschechien hat auf dem Festival schon einmal einen „Hammerauftritt“ hingelegt, was sich danach auch rumgesprochen habe, heißt es aus dem Verein, wer die Nummer also damals verpasst hat, bekommt jetzt noch einmal die Chance das zu erleben.

Das „Bookwood“ findet wie bereits gewohnt am ersten Wochenende im September statt, wer dazu mehr wissen will, kann bei der Internetseite der „Metal Foundation“ vorbeischauen. Tickets sowohl für das "Ramp Up" wie auch das Festival gibt es im Ticketshop der Metal Foundation ebenfalls im Netz.
Angelo Glashagel