Planungen des Landkreises
Besser gerüstet für Katastrophen
Der Landkreis Nordhausen will seinen Katastrophenschutz wieder zentralisieren und moderner aufstellen. Was geplant ist..
Fahrzeuge des Katastrophenschutzes hier im Einsatz mit der Feuerwehr beim letzten Hochwasser. (Foto: Archivbild: Silvio Dietzel)
Landrat Matthias Jendricke (SPD) kündigte jetzt an, dem Kreistag bereits in seiner nächsten Sitzung im März eine Beschlussvorlage zum Kauf eines Grundstücks vorzulegen, auf dem ein Katastrophenschutzzentrum geschaffen werden soll. Bis zu 1000 Menschen sollen dort im Krisenfall versorgt werden können. Der konkrete Standort könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht öffentlich gemacht werden. Die Entscheidung würde im nichtöffentlichen Teil der Sitzung fallen.
Hintergrund der Pläne sind veränderte sicherheitspolitische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, so Jendricke. Der Landkreis verfügt derzeit über kein Katastrophenschutzzentrum, vielmehr sind Ausrüstung und Fahrzeuge des Katastrophenschutzes auf verschiedene Einrichtungen in Nordhausen verteilt. Bis Ende des Jahres 2013 gab es auf dem früheren Brand- und Katastrophenschutzgelände Am Salzagraben das Feuerwehrtechnische Zentrum. Das wurde damals aus der Finanznot des Landkreises heraus aufgelöst. Mittlerweile wurde das Areal wegen eines massiven Erdfalls im Jahr 2016 komplett aufgegeben.
In den vergangenen zehn Jahren haben der Landkreis Nordhausen und das Land Thüringen gemeinsam 22 Einsatzfahrzeuge für den Katastrophenschutz beschafft. Zwei weitere Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr hinzukommen. Doch Fahrzeuge allein reichen nach Ansicht der Kreisverwaltung nicht mehr aus. Die Aufgaben im Katastrophenschutz würden inzwischen durch Anforderungen des Zivilschutzes sowie der zivil-militärischen Zusammenarbeit ergänzt.
Angriffe auf kritische Infrastruktur wie länger andauernde Stromausfälle und großräumige Evakuierungen seien Szenarien, auf die man vorbereitet sein müsse, so Jendricke. Nordhausen verfügt hier bereits über Erfahrung. So mussten im Zuge von Bombenentschärfungen in der Vergangenheit kurzfristig bis zu 10.000 Menschen evakuiert werden – eine Dimension, die nicht jeder Landkreis kenne. Wir sind da geübter als viele andere Landkreise, die Abläufe sind vertraut, so Jendricke.
Susanne Schedwill
Fahrzeuge des Katastrophenschutzes hier im Einsatz mit der Feuerwehr beim letzten Hochwasser. (Foto: Archivbild: Silvio Dietzel)
Landrat Matthias Jendricke (SPD) kündigte jetzt an, dem Kreistag bereits in seiner nächsten Sitzung im März eine Beschlussvorlage zum Kauf eines Grundstücks vorzulegen, auf dem ein Katastrophenschutzzentrum geschaffen werden soll. Bis zu 1000 Menschen sollen dort im Krisenfall versorgt werden können. Der konkrete Standort könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht öffentlich gemacht werden. Die Entscheidung würde im nichtöffentlichen Teil der Sitzung fallen.
Hintergrund der Pläne sind veränderte sicherheitspolitische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, so Jendricke. Der Landkreis verfügt derzeit über kein Katastrophenschutzzentrum, vielmehr sind Ausrüstung und Fahrzeuge des Katastrophenschutzes auf verschiedene Einrichtungen in Nordhausen verteilt. Bis Ende des Jahres 2013 gab es auf dem früheren Brand- und Katastrophenschutzgelände Am Salzagraben das Feuerwehrtechnische Zentrum. Das wurde damals aus der Finanznot des Landkreises heraus aufgelöst. Mittlerweile wurde das Areal wegen eines massiven Erdfalls im Jahr 2016 komplett aufgegeben.
In den vergangenen zehn Jahren haben der Landkreis Nordhausen und das Land Thüringen gemeinsam 22 Einsatzfahrzeuge für den Katastrophenschutz beschafft. Zwei weitere Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr hinzukommen. Doch Fahrzeuge allein reichen nach Ansicht der Kreisverwaltung nicht mehr aus. Die Aufgaben im Katastrophenschutz würden inzwischen durch Anforderungen des Zivilschutzes sowie der zivil-militärischen Zusammenarbeit ergänzt.
Angriffe auf kritische Infrastruktur wie länger andauernde Stromausfälle und großräumige Evakuierungen seien Szenarien, auf die man vorbereitet sein müsse, so Jendricke. Nordhausen verfügt hier bereits über Erfahrung. So mussten im Zuge von Bombenentschärfungen in der Vergangenheit kurzfristig bis zu 10.000 Menschen evakuiert werden – eine Dimension, die nicht jeder Landkreis kenne. Wir sind da geübter als viele andere Landkreise, die Abläufe sind vertraut, so Jendricke.
Susanne Schedwill