Um möglichst dicke und runde Schweine zu erhalten, müssen die Paarhufer gemästet werden. So auch die roten Spendenschweine des Nordhäuser Gewerbevereins zugunsten der Nordhäuser Tafel – allerdings erfolgt hier die Fütterung mit Münzen.
Im Anmarsch (Foto: nnz)
Da scheinbar der Hunger einiger Schweine für den guten Zweck schlichtweg unterschätzt wurde, zog es die Schweine des MÖNO Einrichtungshauses und des Marktkaufes Nordhausen auf Wanderschaft durch Nordhausen.
Sie waren plötzlich verschwunden, so Ullrich Ebert, Vorsitzender des Vereins. Trotz intensiver Suche in den Räumlichkeiten der beiden Mitgliedsunternehmen konnten wir sie nicht finden. Wir gehen davon aus, dass eine Unterfütterung vorlag und sie sich deshalb auf zu einem Futtermarsch durch Nordhausen aufgemacht haben. Wer ihnen begegnet, sollte sie mit Geldmünzen – gern auch mit Scheinen – füttern.
Der Verein geht davon aus, dass die Schweine rechtzeitig Anfang Dezember wieder auftauchen, denn die von der Sparkasse gestifteten roten Spendentiere wissen um die gemeinnützige Aktion. Etwas in Sorge ist man im Gewerbeverein schon, denn Schweine können nicht schwitzen. Bei großen Anstrengungen können sie Herz- und Kreislaufkrankheiten entwickeln, ähnlich dem Menschen. Um den einzelnen Tieren ein wenig die Last von den Schultern zu nehmen, haben wir noch weitere Spendenschweine zur Fütterung groß gezogen, so Ebert weiter.
Diese stellt der Verein interessierten Einzelhändlern und Unternehmen gern bereit, die sich an der Aktion beteiligen wollen. Aktuell haben die Schweine bei jedem Mitgliedsunternehmen und bei einigen Interessenten bereits Unterschlupf erhalten. Wir hoffen, noch viele Spenden zusammen mit den Gewerbetreibenden der Stadt für die Nordhäuser Tafel einsammeln zu können, so der Vereinsvorsitzende.
Wer ein Spendenschwein in seinem Geschäft oder seiner Cafeteria aufstellen möchte, schaut am besten einfach ins Internet oder schreibt eine Mail an info@gewerbeverein-nordhausen.de.