Beschäftigte im Unstrut-Hainich-Kreis fehlen im Durchschnitt 26,4 Tage
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Unstrut-Hainich-Kreis waren im Jahr 2025 weniger krankgeschrieben als im Vorjahr. Die durchschnittliche Zahl der Fehltage sank von 28,2 auf 26,4 Tage je Beschäftigten. Somit verringerte sich der Krankenstand von 7,7 auf 7,2 Prozent. Wichtig ist, den Trend zu geringeren Fehlzeiten zu verstetigen...
Jeder vermiedene Krankheitstag ist ein Gewinn für die Beschäftigten, für die Betriebe und die gesamte Region, sagt Holger Burchardt, Geschäftsführer der BARMER im Unstrut-Hainich-Kreis. Umso wichtiger sei es, Gesundheitsförderung und Prävention weiter zu stärken und gesundheitlichen Risiken frühzeitig entgegenzuwirken.
Das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der es auf jede und jeden Einzelnen, aber auch auf das Mitwirken von Kommunen und Unternehmen ankomme.
Fehlzeiten über Durchschnitt
Die Analysen der BARMER zeigen, dass die gesundheitlichen Belastungen vieler Beschäftigter im Unstrut-Hainich-Kreis überdurchschnittlich hoch sind. Die Zahl der Fehltage liegt 6,5 Prozent über dem Thüringer Mittelwert (24,8 Tage) und 20 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt (22 Tage). Die meisten Fehltage verursachen mentale Belastungen, Atemwegsinfekte und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, zumeist Rückenleiden. Im Durchschnitt waren Beschäftigte im Unstrut-Hainich-Kreis im Jahr 2025 rund sechs Tage wegen psychischer Probleme krankgeschrieben. Auf Atemwegsinfekte entfielen fünf Fehltage. Etwa viereinhalb Fehltage sind der Durchschnitt bei Rückenleiden.
Wegen Erkältungskrankheiten sind Beschäftigte etwa ein bis drei Mal im Jahr krankgeschrieben, dann meist nur wenige Tage, sagt BARMER-Geschäftsführer Burchardt. Psychische Erkrankungen seien deutlich seltener, gingen aber häufig mit langen Ausfallzeiten von etwa vier bis sechs Wochen einher; das treibe den Durchschnitt. Gesundheitsförderung und Prävention können dazu beitragen, Erkrankungen zu vermeiden oder deren Folgen zu begrenzen. Wer psychische Belastungen früh erkennt, Bewegung fördert und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen schafft, verbessert die Chancen auf ein langes und gesundes Erwerbsleben, betont Holger Burchardt.
Die BARMER hat in Thüringen rund 185.000 Versicherte, rund 8.000 davon im Unstrut-Hainich-Kreis.