Krankenstand sinkt ingesamt

Nordhäuser sind am häufigsten krank

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Kreis Nordhausen waren im Jahr 2025 weniger krankgeschrieben als im Vorjahr. Die durchschnittliche Zahl der Fehltage sank von 30,6 auf 28 Tage je Beschäftigten. Somit verringerte sich der Krankenstand von 8,4 auf 7,7 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung weist der Kreis Nordhausen weiterhin die höchsten krankheitsbedingten Fehlzeiten in Thüringen auf...

„Wichtig ist der Trend zu geringeren Fehlzeiten. Jeder vermiedene Krankheitstag ist ein Gewinn für die Beschäftigten, für die Betriebe und die gesamte Region“, sagt Peter Behrschmidt, Geschäftsführer der BARMER in Nordhausen. Umso wichtiger sei es, Gesundheitsförderung und Prävention weiter zu stärken und gesundheitlichen Risiken frühzeitig entgegenzuwirken. Das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der es auf jede und jeden Einzelnen, aber auch auf das Mitwirken von Kommunen und Unternehmen ankomme.

Fehlzeiten weit über Durchschnitt
Die Analysen der BARMER zeigen, dass die gesundheitlichen Belastungen vieler Beschäftigter im Kreis Nordhausen überdurchschnittlich hoch sind. Die Zahl der Fehltage liegt 13 Prozent über dem Thüringer Mittelwert (24,8 Tage) und 27 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt (22 Tage). Die meisten Fehltage verursachen mentale Belastungen, Atemwegserkrankungen sowie Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, zumeist Rückenleiden. Im Durchschnitt waren Beschäftigte im Kreis Nordhausen im Jahr 2025 etwa sechs Tage wegen psychischer Probleme krankgeschrieben.


Im Schnitt jeweils fünf Tage Krankschreibung wurden wegen Atemwegserkrankungen oder Rückenleiden registriert. „Wegen Erkältungskrankheiten sind Beschäftigte etwa ein bis drei Mal im Jahr krankgeschrieben, dann meist nur wenige Tage“, sagt BARMER Geschäftsführer Peter Behrschmidt. Psychische Erkrankungen seien deutlich seltener, gingen aber häufig mit langen Ausfallzeiten von etwa vier bis sechs Wochen einher; das treibe den Durchschnitt.

„Gesundheitsförderung und Prävention können dazu beitragen, Erkrankungen zu vermeiden oder deren Folgen zu begrenzen. Wer psychische Belastungen früh erkennt, Bewegung fördert und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen schafft, verbessert die Chancen auf ein langes und gesundes Erwerbsleben“, betont Behrschmidt.

Die BARMER hat in Thüringen rund 185.000 Versicherte, knapp 10.000 davon im Kreis Nordhausen.
    
nordthueringen.de bei Google bevorzugen