Sozialplan entschieden

Fehlende Unterstützung für Beschäftigte von Zalando

Nach Abschluss des Einigungsstellenverfahrens zwischen dem Zalando-Betriebsrat und dem Unternehmen erklärt Thüringens Arbeitsministerin Katharina Schenk: „Ich danke dem Betriebsrat für seinen beharrlichen und engagierten Einsatz für die Beschäftigten...

Über Monate hinweg hat er darum gekämpft, die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vertreten und die Folgen der Standortschließung abzufedern. Dass im Ergebnis ein tragfähiger Sozialplan festgelegt wurde, ist auch dem beharrlichen Einsatz des Betriebsrats zu verdanken.

Gleichzeitig ist es ein enttäuschendes Signal, dass Zalando nicht bereit war, zusätzlich zum Sozialplan eine Transfergesellschaft zu finanzieren. Gerade ein Unternehmen dieser Größe und wirtschaftlichen Stärke hätte die Möglichkeit und aus meiner Sicht auch die soziale Verantwortung gehabt, den betroffenen Beschäftigten in dieser schwierigen Situation stärker zur Seite zu stehen. Eine Transfergesellschaft wäre ein wichtiger Baustein gewesen, um den Menschen Sicherheit zu geben, Qualifizierung zu ermöglichen und den Übergang in neue Beschäftigung aktiv zu begleiten – besonders für ältere Beschäftigte, Menschen mit Behinderungen oder Beschäftigte, die aufgrund ihrer bisherigen Tätigkeit besondere Unterstützung beim Wiedereinstieg benötigen.

Jetzt geht es darum, nicht bei der Enttäuschung stehen zu bleiben, sondern Lösungen zu schaffen. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, dem Thüringer Wirtschaftsministerium, der Stadt Erfurt, den Gewerkschaften und weiteren Partnern werden wir alles daransetzen, den betroffenen Beschäftigten in Thüringen neue Perspektiven zu eröffnen. Wir werden außerdem gemeinsam daran arbeiten, eine gute Folgelösung für das Gelände und die Gebäude zu entwickeln. Der Standort bietet Chancen, und unser Ziel muss es sein, diese für neue wirtschaftliche Aktivitäten und neue Arbeitsplätze zu nutzen.

Die Beschäftigten haben über Jahre zum Erfolg von Zalando beigetragen. Sie haben mehr verdient als eine reine Abwicklung von Arbeitsplätzen. Sie verdienen Unterstützung, Respekt und eine echte Perspektive. Genau dafür werden wir als Land gemeinsam mit unseren Partnern weiterarbeiten."
    
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