Ein Blick in die Statistik

Baupreise kennen nur eine Richtung

Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden, einschließlich Umsatzsteuer, lagen im Mai 2026 um 5,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum vergangenen Berichtsmonat (Februar 2026) verteuerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der Bau von Wohngebäuden um 2,5 Prozent…

Die aktuellen Preisveränderungen lassen sich laut den Angaben der Berichtspflichtigen hauptsächlich auf Steigerungen der Materialpreise, Lohnkosten sowie Energiepreise zurückführen. Weitere genannte Gründe sind die gestiegenen Nebenkosten wie Transportkosten aufgrund erhöhter Dieselpreise, CO2-Abgaben sowie Preissteigerungen infolge des Iran-Krieges.

Im Bereich Rohbauarbeiten erhöhten sich die Preise im Vergleich zum Mai 2025 um 4,6 Prozent. Am stärksten verteuerten sich hier die Preise für Abdichtungsarbeiten (+10,5 Prozent), Gerüstarbeiten (+7,6 Prozent), für Zimmer- und Holzbauarbeiten (+7,0 Prozent) sowie für Entwässerungskanalarbeiten (+6,7 Prozent).

Bei den Ausbauarbeiten erhöhten sich die Preise gegenüber dem Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 6,2 Prozent. Deutliche Preisanstiege verzeichneten Rollladenarbeiten (+10,6 Prozent), Arbeiten an Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden (+9,4 Prozent), an Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnischen Anlagen (+7,2 Prozent) sowie Gebäudeautomationen (+7,2 Prozent). Preissenkungen konnten für Parkett- und Holzpflasterarbeiten (-0,5 Prozent) beobachtet werden.


Ein Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr von 6,4 Prozent wurde im Bereich Straßenbau beobachtet. Dieser lässt sich hauptsächlich auf die wachsenden Preise des Verkehrswegebaus, insbesondere der Oberbauschichten aus Asphalt (+8,2 Prozent) und der Erdarbeiten (+5,6 Prozent) zurückführen. Für die Veränderungsrate der Brücken im Straßenbau (+4,2 Prozent) waren vorrangig Preissteigerungen der Abdichtungsarbeiten (+12,2 Prozent) sowie Betonarbeiten (+3,5 Prozent) verantwortlich.

Die Preise der Instandhaltungsarbeiten von Wohngebäuden lagen um 5,6 Prozent über dem Vorjahresniveau, die Preise für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung um 4,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr mussten für den Bereich Außenanlagen für Wohngebäude 5,7 Prozent mehr finanzielle Mittel investiert werden. Die Preise für Landschaftsbauarbeiten erhöhten sich um 4,5 Prozent. Weiterhin machten sich Preissteigerungen des Verkehrswegebaus im Bereich Pflasterdecken, Plattenbeläge und Einfassungen (+6,2 Prozent) in diesem Gewerk bemerkbar. Der Neubau von Bürogebäuden verteuerte sich im Vergleich zum Mai 2025 um 5,4 Prozent, der Neubau von gewerblichen Betriebsgebäuden um 5,2 Prozent.
    
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