Er wollte schon immer Maler werden. Kunstmaler. Das wusste er bereits in seiner Zeit als Schüler. Schon seit Kindesbeinen an war die Kunst in vielfältiger Weise sein ständiger Begleiter. Die Rede ist von Andreas Hornbogen. Jetzt stellt er erstmals in der Galerie der Nordhäuser Sparkasse aus…
Gemälde von Andreas Hornbogen (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Der 1972 in Wolfen geborene Künstler ist in Halle an der Saale beheimatet. Ölmalerei und Holzschnitte sowie grafische Arbeiten – darin sieht er seine hauptsächlichen Betätigungsfelder. Äußerst hilfreich ist ihm dabei seine Ausbildung als Meisterschüler und damit einhergehend eine tiefe Verbindung zur handwerklichen Tradition.
Schon in Zeiten der DDR konnte er mehrfach seine künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. So war er auf zahlreichen Schulmessen mit seiner Kunst präsent.
Andreas Hornbogen besitzt die Fähigkeit, Einflüsse aus unterschiedlichen Kunstepochen zu kombinieren. Dazu zählen Realismus, Impressionismus, Expressionismus sowie Surrealismus und das mit wechselnden Perspektiven.
Zudem versteht er es, in seinen Werken figürliche und abstrakte Elemente zu verweben. Und erreicht mit dieser Verfahrensweise, Schichten aus Erinnerung, Zeit und Existenz erforschen zu können. Hornbogens künstlerisches Schaffen berührt nicht selten durch poetische Stille, wie oft über ihn zu lesen ist.
Seine Themen sind Natur, Zeit und Vergänglichkeit. Dabei greift er künstlerisch auch das mitunter problematische Verhältnis zwischen dem Menschen und seiner Natur auf. So verwunderte es nicht, dass sich auch der evangelische Pfarrer Detlef Paul in seiner Laudatio, oder sollte man besser sagen: Lobes-Predigt, mit dem künstlerischen Wirken Hornbogens tiefgründig auseinandersetzte.
Da waren sowohl philosophische Gedanken zur Kunst im allgemeinen und der speziellen von Andreas Hornbogen zu hören, wie auch mehrere Verweise auf Zitate aus der Bibel, die in dieser Laudatio ihren berechtigten Platz fanden. Hornbogen hat eine Kunst geschaffen, zu der man hin- und aufschaut, die einen nicht so schnell loslässt. Nicht selten sind es vor allem seine farbsatten Gemälde, die dem Betrachter schlichtweg begeistern.
Mit sowohl aufmunternden wie auch nachdenklich stimmenden Liedern zur Gitarre stimmte Gerald Haucke-Wolf die anwesenden Damen und Herren auf die neue Kunstpräsentation ein. Sie trägt den Titel Sommerflüstern in Öl und Holz und ist bis zum 4. September zu den Öffnungszeiten der Sparkasse (Montag bis Freitag von 8–18Uhr) zu sehen. Hans-Georg Backhaus