Bergwerksbahn hofft auf Spenden

Hitzeschäden am Bahngleis

Auch der Mansfelder Bergwerksbahn machten die hohen Temperaturen mit bis zu 41°C im Zeitraum vom 25. bis 28.06. zu schaffen. Am späten Vormittag des 27. Juni kam es auf einer Länge von ca. 20 m zu einer starken Gleisverwerfung im Gleis an der Kirschbaumallee des „Bahnhofs Station Zirkelschacht“...

Gleisverwerfungen sind typische Hitzeschäden bei Gleisen, die durch die starke Ausdehnung des Stahls der Schienen im Gleis auftreten. Der Stahl versucht dann, sich trotz der Verspannung mit dem Schwellenrost einen Weg zu suchen, um die Ausdehnung auszugleichen. Diese Längenmehrung wird bis zu einem gewissen Grad über entsprechende Auszugsvorrichtungen, lückige Laschenstöße oder durch einen Spannungsausgleich in lückenlosen Gleisen zwischen den Schienenstößen abgefangen. Bei der großen und langanhaltenden Hitze durch direkte Sonneneinstrahlung reichte dies jedoch nicht mehr aus. Die Schienen erhitzten sich auf über 80°C. Das System gab an der schwächsten Stelle in diesem Bereich nach und der gesamte Gleisrost verschob sich. Im vorliegenden Fall, dort wo Schwellen dem Druck nicht mehr standhalten können und aus dem Schotterbett ausbrechen.


Nach Erkennen der Gleisverwerfung war ein Befahren des Bereiches ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Die gebuchten Sonderfahrten als auch der Regelzug am Samstag, dem 27. Juni 2026 mussten daher stark verkürzt werden und konnten nur zwischen Bahnhof Benndorf und Station Bocksthal verkehren. Zum Glück hatten alle Fahrgäste, Verständnis für die entstandene Lage. Ein Notbetrieb auf dem befahrbaren Streckenabschnitt wurde eingerichtet und konnte stattfinden. Der verkürzte Regelzug wurde noch durch Informationen und Erklärungen ergänzt und auf Spendenbasis durchgeführt.

Bereits am Samstagabend wurde die Schadstelle von einer Gleisbaufirma in Augenschein genommen. Ziel war es, den Schaden kurzfristig zu beheben, um den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.

Am Donnerstag, dem 2. Juli 2026 startete ein 12-köpfiger Gleisbautrupp mit den Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten. Dabei mussten 33 Stück Schwellen erneuert und 20 m Schienen getauscht und 30 Tonnen Schotter entsorgt und 40 Tonnen neuer Gleisschotter eingebracht werden. Am Nachmittag des Tages konnte bereits der erste Zug mit einem Schotterwagen über die Schadstelle fahren. Zum Feierabend gegen 20:00 Uhr war das Gleis wieder befahrbar und die Baustelle nahezu vollständig beräumt. Der Regelzug am Samstag, den 04. Juli wurde somit wie geplant durchgeführt. „An dieser Stelle gilt besonders unser herzlicher Dank an die Firma KAF Falkenhahn in Teutschenthal für die schnelle, sehr engagierte sowie sach- und fachkundige Hilfe.“, so Thomas Fischer, Vereinsvorsitzender.

Für diese außerplanmäßigen Reparaturarbeiten fallen dem MBB außerplanmäßige Kosten in Höhe von knapp 20.000 € an, die der Verein kurzfristig nicht aus den laufenden Einnahmen und Rücklagen heraus allein stemmen kann. Daher der Aufruf der Vereinsfreunde an alle Heimat- und Eisenbahnfreunde: „Helft bitte mit einer großzügigen Spende diese Lücke auf dem Vereinskonto zu stopfen!“

Das Spendenkonto des Vereins:

Mansfelder Bergwerksbahn e.V.
DE88 8005 5008 3311 5000 40
VWZ: Spende Gleisreparatur Hitzeschaden


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