Mitte Juli beginnt die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) Nordhausen mit dem Bau von Franzi im Ossietzky-Hof in Nordhausen. Der Neubau in der Albert-Traeger-Straße 43 ist das größte Wohnungsneubauprojekt in diesem Jahr in der Rolandstadt...
"Franzi" soll den Ossietzky-Hof komplett machen, Visualisierung (Foto: Z-Geschossbau)
In den kommenden Tagen beginnt die Brandenburger Baufirma Z-Geschossbau damit, die Baustelle einzurichten, teilt Projektleiterin Claudia Beck in einer Presseinformation des Unternehmens mit. Das kommunale Wohnungsunternehmen plant an dem Standort einen Neubau in serieller Bauweise. Die SWG rechnet aktuell mit Baukosten von rund 4,6 Millionen Euro für das Gebäude.
Vorgesehen ist ein moderner, fünfgeschossiger Neubau mit 24 barrierefreien und barrierearmen Wohnungen. Die Wohnungsgrößen reichen von Zwei- bis Vierzimmerwohnungen mit 68 bis 96 Quadratmetern und sprechen damit unterschiedliche Wohnbedürfnisse an. Die vier Erdgeschosswohnungen erhalten jeweils eine 16 Quadratmeter große Terrasse, erklärt Beck. Alle weiteren Wohnungen verfügen über einen nach Osten zum Hof ausgerichteten Balkon.
Ein Aufzug erschließt sämtliche Wohnetagen. Die West- und Südfenster erhalten eine einheitliche Außenverschattung, während eine Fußbodenheizung in allen Wohnräumen und Bädern für angenehmen Wohnkomfort sorgt.
Der Neubau wird keinen Keller erhalten. Technik- und Gemeinschaftsräume werden deshalb platzsparend im Erdgeschoss untergebracht. Geplant sind unter anderem ein Fahrradraum sowie ein separater Abstellraum für Kinderwagen und Rollatoren. Abstellflächen wird es auch in jeder Wohnung geben.
In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten setzt unser Neubauprojekt nicht nur ein starkes Zeichen, mit dem Gebäude ‚Franzi‘ werden wir auch unser IBA-Projekt ‚Multitalent Ossietzky-Hof‘ abschließen, sagt SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan. Fertiggestellt wird mit Franzi auch das Quartiersenergiekonzept, das für alle drei Gebäude niedrige Nebenkosten ermöglicht. Bis zu 44 Prozent der benötigten Energie für Heizung und Warm-wasser werden direkt im Quartier erzeugt. Das verschafft den Mietern langfristig eine größere Unabhängigkeit vom Energiemarkt und senkt die Betriebskosten für Fernwärme und Strom nach der Sanierung um circa 50 Prozent. Der Neubau wird sich zudem auch architektonisch harmonisch zwischen die bestehenden Wohngebäude Ludwig und Sophia einfügen und schließt die bislang offene Raumkante an der Kreuzung Beethovenring/Albert-Traeger-Straße.
Rekordverdächtig kurze Bauzeit
Die geplante Bauzeit wird lediglich ein Jahr betragen. Bereits im vierten Quartal 2027 sollen die ersten Mieterinnen und Mieter einziehen. Ermöglicht wird dies durch eine serielle Betonmodulbauweise, bei der vorgefertigte Bauteile eine schnelle, kosteneffiziente Umsetzung ermöglichen. Z-Betonbau überzeugte mit seinem Angebot im Rahmen des Vergabeverfahrens des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) Serielles und modulares Bauen 2.0, berichtet Klaan. Für die SWG ist es bereits das zweite serielle Bauprojekt im Rahmen eines GdW-Verfahrens. Schon die beiden Neubauten im Gumpetal wurden in dieser Bauweise in weniger als einem Jahr errichtet.