Mit großer Resonanz und spürbarer Begeisterung fand am Samstag das Mittelalterliche Klosterfest der Neanderklinik Harzwald im historischen Park der Einrichtung statt. Das weitläufige Gelände verwandelte sich für einen Tag in eine lebendige mittelalterliche Erlebniswelt, die Geschichte, Gemeinschaft, Genuss und Ilfelder Tradition eindrucksvoll miteinander verband...
Ein feierlicher Auftakt mit vielen Ehrengästen
Silvia Böhme eröffnete das Fest im Namen der Neanderklinik Harzwald, der Geschäftsführerin Martina Röder und des gesamten Teams und begrüßte zahlreiche Ehrengäste. Burgherr Kai Prengel gab dem Fest mit seinem Auftritt und Grußwort den traditionellen Rahmen.
Mittelalterefest am Ilfelder Kloster (Foto: Tim Schäfer)
Musikalisch führte Ronald Gäßlein durch den Nachmittag und sorgte für eine atmosphärische Begleitung des gesamten Festgeschehens. Auch der Landrat des Landkreises Nordhausen, Matthias Jendricke, stattete dem Klosterfest einen Besuch ab und zeigte mit seiner Anwesenheit die Wertschätzung für das Engagement der Neanderklinik Harzwald und die Bedeutung des Festes für die Region.
Falknerei, Marktleben und Handwerk
Ein besonderer Höhepunkt war die Falknerei Walhall, die mit eindrucksvollen Flugvorführungen Jung und Alt faszinierte. Der Mittelaltermarkt bot Keramik, Töpferwaren, Marmeladen, Kräuter, handgezogene Kerzen, Holzkunst, Piccolino Eis Creme, Marcos Zuckerwelt, Naturzeit und ein reiches Angebot an Kuchen, Getränken und herzhaften Speisen aus Grill und Topf.
Zahlreiche Vereine aus der Region bereicherten das Fest – darunter der Hohnsteiner Mittelalterverein, der Verein für lebendiges Mittelalter Nordhausen, der Posaunenchor, der Dartverein Ilfeld Bulls United und der Radballverein Harztor.
Familienfreundlich und kostenfrei
Kinderkarussell, Outdoor-Spiele, Riesenrutsche und weitere Angebote standen den jüngsten Gästen kostenfrei zur Verfügung – und wurden den ganzen Nachmittag über begeistert genutzt.
Führungen durch die Neanderklinik Harzwald
Großes Interesse galt den Führungen durch die moderne Seniorenresidenz im denkmalgeschützten Gebäudekomplex der ehemaligen Klosterschule. Vorgestellt wurden die stationäre und Kurzzeitpflege, die spezialisierte Dialyse- und Demenzpflege sowie die im Haus ansässige Facharztpraxis.
Die Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in Gemeinschaftsstuben, Sporträume, Spielzimmer, die große Aula und den holzgetäfelten Salon. Die Neanderklinik arbeitet zertifiziert und eng mit dem DUPV e.V., dem DeutschUkrainischen Pflegeverband und dem DPV zusammen. Beide Institutionen waren mit einem Stand vertreten. Die Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe ist fest etabliert; in diesem Jahr wird das Thüringer Pflegesymposium zum 20. Mal ausgerichtet.
Auch das Senioren-Begegnungszentrum stellte seine vielfältigen Aktivitäten vor. Die hauseigene Menüküche, Wäscherei, Serviceeinrichtungen und der Frisör zeigten, wie umfassend die Versorgung gestaltet ist – mit Herz, Respekt und fachlicher Kompetenz.
Die Krypta – ein Ort der Geschichte
Große Aufmerksamkeit erhielt erneut die Krypta, eines der ältesten Museen der Region. Sie spannt einen Bogen über 900 Jahre Geschichte und beherbergt ein außergewöhnliches Ensemble von Glasfenstern, das im Harzraum eine bemerkenswerte geistige Tiefe entfaltet. Das expressiv gefasste Ecce Homo, die Darstellung der Ewigen Lampe von 1103 und die Erinnerung an das einstige St.-Marienkloster Ilfeld bilden einen ikonographischen Dreiklang, der die lange geistliche Tradition des Ortes eindrucksvoll und einmalig reflektiert.
Ausblick
Nach dem erfolgreichen Klosterfest freuen wir uns bereits auf einen nächsten Höhepunkt: Der überregional bekannte Mittelelterliche Klosterweihnachtsmarkt der Neanderklinik Harzwald findet in diesem Jahr am Freitag, dem 4. Dezember, statt und wird erneut zahlreiche Besucherinnen und Besucher nach Ilfeld locken.
Ein herzliches Dankeschön
Unser Dank gilt allen Besucherinnen und Besuchern, den Ehrengästen, Ausstellern, Vereinen, Helferinnen und Helfern sowie dem gesamten Team der Neanderklinik Harzwald. Ein besonderes Dankeschön geht an die Klinikleitung um Martina Röder, die dieses Fest mit ihrem Engagement und ihrer Unterstützung möglich gemacht hat.
Es war ein Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Tim Schäfer