Thamsbrück kann vom Feiern nicht ablassen

Ablassfest im Jubiläumsjahr mit großen Festumzug

Zum traditionellen Ablaßfest lädt alljährlich im Sommer die älteste Kleinstadt Thüringens ihre Einwohner und Gäste zu mehrtägigen Feierlichkeiten. Einen Festumzug gibt es jedoch nur zu besonderen Anlässen wie beispielsweise der 1290-Jahrfeier der Ersterwähnung des Orts im Jahre 736. Heute war es so weit …

Bild: Beim Ablaßfest in Thamsbrück zum 1290-jährigen Bestehen führen Landrat Thomas Ahke(2.v.l.), der Ortsteilbürgermeister von Thamsbrück Sascha Schneider (3.v.r) und der Bürgermeister von Bad Langensalza Matthias Reinz (r.) mit ihren Gattinnen den Umzug
Beim Ablaßfest in Thamsbrück zum 1290-jährigen Bestehen führen Landrat Thomas Ahke (2.v.l.), der Ortsteilbürgermeister von Thamsbrück Sascha Schneider (3.v.r) und der Bürgermeister von Bad Langensalza Matthias Reinz (r.) mit ihren Gattinnen den Umzug an (Foto: Eva Maria Wiegand)


Weit mehr als 400 Teilnehmer füllten den großen historischen Umzug durch Thamsbrück, der heute Mittag pünktlich um 13 Uhr mit Musik und viel Tamtam begann und von Hunderten Thamsbrückern, Freunden und Gästen begeistert beklatscht wurde. Die Geschichte der Stadt seit de Jahre 1848 wollte der Thamsbrücker Heimatverein in Zusammenarbeit mit allen örtlichen Vereinen, Organisationen und Helfern präsentieren, was in starken 28 verschiedenen Bildern eindrucksvoll gelang. Historische Ereignisse, das ansässige Handwerk, traditionelle Thamsbrücker Gegebenheiten und viele weitere Aspekte des gesellschaftlichen Lebens wie Landwirtschaft, Schule oder Sport rückten in den Blickpunkt der beteiligten Akteure.

Angeführt von Landrat Thomas Ahke und den Bürgermeistern Matthias Reinz und Sascha Schneider schlängelte sich der bunte Zug um die Mittagszeit durch die Hauptstraße auf den Festplatz, wo alle Teilnehmer und Besucher sich anschließend versammelten. Musikalische Unterstützung gewährten gleich sechs Kapellen. Neben dem einheimischen Tambour Corps 1924 spielten der Fanfarenzug Eisenach, der Spielmannszug Bad Langensalza, der Fanfarenzug Erfurt und die Thüringer Angerblasmusikanten auf. Bürgerwehr und Turnverein, Landsenioren und Radfahrverein, die Postkutsche und Oldtimer in allen Varianten sorgten für ausgelassene Stimmung.

Am Abend gastiert jetzt die Partyband BORDERLINE im Festzelt und morgen beginnt der Tag schon um 5 Uhr mit dem „Wecken durch das Tambour Corps“. Bis in den Abend hinein wir dann auf dem Rieth gefeiert und zwischendurch auch mal die Stadt erstürmt (13.30 Uhr). Auch die Ablaßburschen lassen sich nicht lumpen und werden um 15 Uhr ein Ständchen vortragen.

Wer also heute die großartige Atmosphäre des Ablaßfestes verpasst hat, der sollte sich am morgigen Sonntag noch auf die Socken machen und der Stadt vor den Toren Bad Langensalzas einen Besuch abstatten. Es lohnt sich allemal und die Thamsbrücker haben sich eine Aufwartung mit ihrer fleißigen Vorbereitung eines gelungene Festes mehr als verdient.
    
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