ADAC Stauprognose

Thüringen startet in die Sommerferien

Gemeinsam mit fünf weiteren Bundesländern starten die Thüringer am Wochenende in die lang ersehnten Sommerferien. Zum Ferienstart am Freitag, 3. Juli, erwartet der ADAC auf den Autobahnen in Thüringen ein moderates Verkehrsgeschehen, wie die Staudaten der letzten Jahre belegen...

Mögliche Stauschwerpunkte
Aufgrund des gleichzeitigen Ferienbeginns in Sachsen sind besonders die Autobahnen A4 und A9 von erhöhtem Verkehrsaufkommen betroffen, hier vor allem im Bereich rund um das Hermsdorfer Kreuz. An den Spitzentagen kann es zudem am Erfurter Kreuz klemmen. In Südthüringen kann es auf der A71 aufgrund von Wartungsarbeiten in den Tunneln zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Im Verlauf der Sommerferien ist bundesweit ebenfalls mit vermehrten Stauereignissen und stockendem Verkehr zu rechnen. Beeinträchtigungen sind vor allem im Bereich der Autobahn-Baustellen sowie auf den stark befahrenen Fernverbindungsstraßen in Richtung Süden oder Norden zu erwarten. Derzeit sind in Deutschland rund 1000 Baustellen auf den Autobahnen in Betrieb, die den Urlauberverkehr ausbremsen.


Urlaubsfahrt schlau planen
Der ADAC erwartet am Freitagnachmittag, 3. Juli, eine spürbare Zunahme des Reiseverkehrs. Neben Reisenden aus den beiden angrenzenden Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt sind auch viele Wochenendurlauber unterwegs, die das schöne Wetter für einen Ausflug nutzen. „Wer zeitlich flexibel ist, sollte seine Autoreise entsprechend antizyklisch planen“, empfiehlt Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen. „Zum Wochenanfang ist der erste große Urlaubsverkehr meist schon durch. Montag bis Mittwoch eignen sich daher besonders gut als Reisetage“, so Wolfgang Herda.

Steht der Abreisetag schon fest und ist nicht flexibel verschiebbar, sollten Urlauber darauf achten, den regulären Berufsverkehr zu umgehen und in Randzeiten, wie frühmorgens oder abends loszufahren. Autofahrer umgehen so zudem die anstrengende Mittagshitze.

Um auf plötzliche Stauereignisse vorbereitet zu sein, sollte die Reise vorausschauend geplant werden. Vor allem für Familien mit Kindern gehören ausreichend Getränke und regelmäßige Pausen mit viel Bewegung dazu. Vor der Abfahrt lohnt es, sich über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren und mögliche Alternativrouten rauszusuchen. Wer etwas mehr Zeit zur Verfügung hat kann zudem kleine Ausflüge abseits der Autobahn einplanen, um die Pausenzeiten noch vielfältiger zu gestalten. Touristische Hinweisschilder geben einen guten Überblick über Sehenswürdigkeiten in der jeweiligen Region.

Gefährliche Hitze im Auto
Bei Temperaturen von über 24 Grad sollten Kinder und Tiere niemals allein im verschlossenen Auto zurückgelassen werden. Das Fahrzeuginnere heizt sich innerhalb kürzester Zeit extrem auf, was zu gesundheitlichen Problemen für die Insassen führen kann. Untersuchungen zeigen, dass sich die Temperatur im Auto bereits nach 30 Minuten bei sommerlichen 28 Grad auf eine kritische Temperatur von 50 Grad im Inneren erhöht.

Um das Auto vor Fahrtantritt möglichst kühl zu halten, sollten Autofahrer Schattenplätze nutzen und ihre Windschutzscheibe mit einer Schutzfolie abdecken. Trotz angenehmer Kühle sollte die Klimaanlage während der Fahrt nicht zu kalt und zu stark eingestellt werden. Die Folgen können Kreislaufprobleme und Verspannungen sein.

Rettungsgasse beachten
Wer in einen Stau gerät, muss bereits bei stockendem Verkehr an die Rettungsgasse denken. Stehen die Fahrzeuge im Stau erst einmal dicht an dicht, ist es nicht mehr möglich, den Einsatzfahrzeugen rechtzeitig Platz zu machen, lebensrettende Hilfe kommt womöglich zu spät.

Für die Rettungsgasse gilt: Alle Fahrzeuge auf der linken Spur weichen ganz nach links aus. Alle anderen müssen nach rechts ausweichen. Der Standstreifen muss befahrbar bleiben.
    
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