Hoffnung beim Forst

Thüringens Wälder blühen

Nicht nur die Rotbuche zeigt in Thüringen eine erfreulich starke Blütenausbildung. Auch die Ahorne sind diesjährig stark blühend. Gleiches gilt für die Fichte, die Weißtanne, die Douglasie und die Kiefer. Dagegen fällt die Blüte bei den heimischen Eichenarten eher schwach aus...

Nicht verwunderlich, zeigten Stiel- und Traubeneichen im vergangenen Jahr umso häufiger ihre Produktionskraft. Eine gute Baumblüte lässt bei geeigneten Witterungsbedingungen auf eine gute Saatguternte hoffen. Diese beginnt je nach Baumart zumeist im Sommer und Herbst bis in den November. Die Blütenbildung wird deshalb von Forstleuten genau beobachtet.

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Die Fichte blüht im Mai bis Juni -allerdings nur alle vier bis sieben Jahre. Die auffällig purpurroten Zäpfchen sind die weiblichen Blütenstände (Foto: Dr. Horst Sproßmann)

Die meisten heimischen Waldbäume blühen zwischen April und Juni. Allerdings nicht jährlich, sondern in mehrjährigen Abständen – abhängig von der Baumart. Ist der Witterungsverlauf während und nach der Blüte günstig, insbesondere frostfrei, ist dies für die spätere Fruchtentwicklung förderlich. Diese sogenannten Mastjahre führen in Folge zu einer reichhaltigen Naturverjüngung. Nicht nur das: Forstexperten beernten gezielt ausgewählte Bestände und bevorraten sich.


Bei einer schwachen Samenproduktion können dann die Mindermengen ausgeglichen werden. In Baumschulen wird das Saatgut zu Jungpflanzen gezogen, die wieder zwei- bis dreijährig in den Wäldern ausgebracht werden. Und zwar dort, wo sich eine natürliche Verjüngung wegen fehlender Mutterbäume nicht etablieren konnte, aber standörtlich sinnvoll ist.
    
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