Die Mühlhäuser Unternehmerfamilie Lutteroth und Kloster Zella
Altes Recht und neue Zeit
Die Mühlhäuser Museen laden im Rahmen der Sonderausstellung Die Lutteroths: eine Dynastie am Donnerstag, den 11. Juni, zu einem wissenschaftlichen Vortragsabend in das Museum Allerheiligenkirche ein...
Von 1811 bis 1869 gehörte das 1810 säkularisierte Eichsfelder Kloster Zella mit seinem umfangreichen Land- und Waldbesitz der Mühlhäuser Unternehmerfamilie Lutteroth. Als Unternehmer, Politiker und Gutsbesitzer prägten die Lutteroths das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben Mühlhausens vom 18. bis ins 20. Jahrhundert.
Mit dem Erwerb des Klosters gingen jedoch nicht nur Grundbesitz, sondern auch jene Rechte auf die neuen Eigentümer über, die das Kloster gegenüber den abhängigen Dörfern Struth und Effelder besessen hatte. Diese Rechte setzten die Lutteroths nun konsequent im Interesse ihrer wirtschaftlichen Erträge durch. Darüber hinaus ignorierten sie eine Reihe alter Rechte, die den Dorfbewohnern zuvor eingeräumt worden waren.
Der Vortrag des Mühlhäuser Historikers Dr. Rolf Luhn beleuchtet die daraus resultierenden juristischen Auseinandersetzungen und Konflikte, die sich über Jahrzehnte hinzogen und schließlich in einen Gewaltausbruch mündeten, der im Revolutionsjahr 1848 die Region erschütterte.
Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
Von 1811 bis 1869 gehörte das 1810 säkularisierte Eichsfelder Kloster Zella mit seinem umfangreichen Land- und Waldbesitz der Mühlhäuser Unternehmerfamilie Lutteroth. Als Unternehmer, Politiker und Gutsbesitzer prägten die Lutteroths das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben Mühlhausens vom 18. bis ins 20. Jahrhundert.
Mit dem Erwerb des Klosters gingen jedoch nicht nur Grundbesitz, sondern auch jene Rechte auf die neuen Eigentümer über, die das Kloster gegenüber den abhängigen Dörfern Struth und Effelder besessen hatte. Diese Rechte setzten die Lutteroths nun konsequent im Interesse ihrer wirtschaftlichen Erträge durch. Darüber hinaus ignorierten sie eine Reihe alter Rechte, die den Dorfbewohnern zuvor eingeräumt worden waren.
Der Vortrag des Mühlhäuser Historikers Dr. Rolf Luhn beleuchtet die daraus resultierenden juristischen Auseinandersetzungen und Konflikte, die sich über Jahrzehnte hinzogen und schließlich in einen Gewaltausbruch mündeten, der im Revolutionsjahr 1848 die Region erschütterte.
Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.