Das Endspiel des EHF-Cups gegen Dijon ging mit 25:29 (15:6) verloren

Thüringer HC kratzte an der Sensation

Noch nie konnte ein Team den Titel im EHF-Cup verteidigen. Auch den THC-Mädels aus Bad Langensalza gelang dies nicht. Nach dem sensationellen Sieg im gestrigen Halbfinale fehlte heute gegen die Gastgeberinnen aus Dijon am Ende die Kraft…

THC Damen-bei der Qualifikation im Viertelfinale Europa-Cup (Archiv) (Foto: emw) THC Damen-bei der Qualifikation im Viertelfinale Europa-Cup (Archiv) (Foto: emw)


Nachdem die Thüringerinnen gestern gegen das dänische Spitzenteam Viborg HK in einem dramatischen Halbfinale mit 26:24 gewinnen konnten, reichte es heute Abend nicht zum ganz großen Wurf, obwohl das Spiel traumhaft begann.
Es waren keine vier Minuten absolviert, da führten die Thüringerinnen bereits mit drei Toren. Eine starke Defensivleistung und kaltblütige Angriffe verunsicherten die Hausherrinnen aus Dijon. Von einer 4:2-Führung nach sechs Minute setzten sich die THC-Damen bis zur 17. Minute auf ein sagenhaftes Zwischenergebnis von 11:2 ab und schockten die Gastgeberinnen vor allem mit den Glanzparaden von Laura Kuske, die bis zur Pause zehn Wahnsinnsparaden zeigte und auch die besten Chancen der Französinnen vereitelte. Johanna Reichert steuerte in ihrem letzten Spiel für den THC allein fünf Tore zum beruhigenden Halbzeitstand von 15:6 bei.

Nach Wiederanpfiff dann der JDA Dijon mit einem fulminanten Beginn, der die Französinnen nach 37 Minuten wieder bis auf vier Tore heranführt. Immer stärker kamen die Gastgeberinnen ins Spiel, beim THC lief nichts mehr zusammen und nach 50 Minuten glichen die Dijonerinnen tatsächlich die Neuntoreführung aus der ersten Halbzeit aus. Zu diesem Zeitpunkt stand es 21:21. Kurz darauf geriet der THC erstmals in Rückstand und verlor am Ende das Finale noch deutlich mit 25:29.

Trotz dieser Niederlage spielten die Handballerinnen aus Bad Langensalza wieder eine hervorragende Europacup-Serie, auch wenn es heute leider nicht zur Titelverteidigung reichte. Kompliment an Trainer Herbert Müller und seine Spielerinnen für die großartigen Leistungen der letzten Saison und den zweiten Platz im EHF-Cup.