Landkreis Eichsfeld

Schulnetzplanung im Eichsfeld: Beteiligungsprozesse gestartet

Der Landkreis Eichsfeld teilt mit, dass im Rahmen der Schulnetzplanung erste Beteiligungsprozesse begonnen haben. Ziel ist eine langfristige und zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Schullandschaft im Interesse aller Schülerinnen und Schüler. Hierzu hatte der Landkreis ein externes Planungsbüro beauftragt, die Entwicklung der Schülerzahlen an den Schulen in Trägerschaft des Landkreises Eichsfeld zu analysieren und daraus Handlungsempfehlungen für die zukünftige Schulnetzplanung abzuleiten.

Bei der Analyse wurden unter anderem die Vorgaben des Thüringer Schulgesetzes zur Klassenbildung, die Schulbauempfehlungen des Landes, der bauliche Zustand der Schulgebäude sowie bestehende Busverbindungen im Landkreis berücksichtigt.

Hintergrund der Untersuchung sind die demographischen Entwicklungen im Landkreis Eichsfeld. Die statistischen Erhebungen zeigen einen deutlichen Rückgang der Geburtenzahlen. Während im Schuljahr 2026/2027 noch mehr als 1.000 Kinder eingeschult werden, wird diese Zahl im Schuljahr 2031/2032 voraussichtlich auf 681 sinken.

Die Ergebnisse dieser Analyse sowie erste Handlungsempfehlungen wurden im März zunächst in einer nicht öffentlichen Sondersitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Schule, Sport und Kultur vorgestellt. Darüber hinaus fand eine Informations- und Austauschveranstaltung mit den Schulleiterinnen und Schulleitern der staatlichen Schulen in Trägerschaft des Landkreises statt.

Der Landkreis weist ausdrücklich darauf hin, dass die bislang vorgestellten Unterlagen fachliche Handlungsempfehlungen und mögliche Entwicklungsszenarien darstellen. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen weder konkrete Beschlüsse noch Festlegungen zu einzelnen Schulstandorten oder möglichen Schulschließungen. Gleichzeitig betont der Landkreis Eichsfeld, dass die zukünftige Schulnetzplanung nur im Dialog mit den betroffenen Akteuren entwickelt werden kann.

Neben den datenbasierten Erkenntnissen spielen insbesondere gewachsene Strukturen, schulische Profile, regionale Besonderheiten sowie historische Zusammenhänge eine wichtige Rolle. Diese Aspekte finden im weiteren Verfahren intensive Berücksichtigung, sodass die nun beginnenden Beteiligungsprozesse bewusst breit angelegt werden. Neben den zuständigen Gremien und der Verwaltung sollen schrittweise auch Städte und Gemeinden, Schulen, Eltern, Bürgerinnen und Bürger sowie weitere betroffene Akteure in die Beratungen einbezogen werden.

Ziel bleibt eine ausgewogene Schulnetzplanung mit hoher Bildungsqualität und verlässlichen schulischen Strukturen im gesamten Landkreis Eichsfeld. In diesem Zusammenhang stellt der Landkreis Eichsfeld klar, dass derzeit keine belastbaren Aussagen über konkrete Standortentscheidungen oder etwaige Schulschließungen getroffen werden können.