Hufeland-Klinikum in Mühlhausen und Bad Langensalza

Eckpunkte zu Tarifverhandlungen vereinbart

Die vereinte Dienstleitungsgewerkschaft ver.di hat sich am Montag auf ein umfassendes Eckpunktepapier mit der Arbeitgeberseite im Rahmen der Tarifverhandlungen an der Hufeland-Klinikum GmbH mit Standorten in Mühlhausen und Bad Langensalza geeinigt...

Wie die Gewerkschaft mitteilt, sieht das Eckpunktepapier eine Absenkung der Arbeitszeit von aktuell 40 Stunden die Woche auf 38,5 Stunden in zwei Schritten bis zum 1. September 2027 vor. Weiterhin wird die Wechselschicht- und Schichtzulage stufenweise erhöht und erreicht bis zum 1. Januar 2028 das aktuelle Niveau des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst. Neben der Einführung einer Pflegezulage erhalten ab dem Kalenderjahr 2028 alle Beschäftigten einen Tag Urlaub mehr. Die Jahressonderzahlung steigt ab 2028 auf bis zu 90 Prozent eines durchschnittlichen Monatslohns. Alle Auszubildenden bekommen nun fünf Tage Freistellung zu Prüfungsvorbereitung, um sich intensiv auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten.

„Nachdem die Streikenden am 7. Mai 2026 sehr deutlich gemacht haben, was sie von dem letzten Angebot der Arbeitgeberseite halten, konnten wir nochmal Verbesserungen erreichen. Leider war es uns nicht möglich, für unserer Mitglieder die Arbeitszeitverkürzung in Form von freien Tagen als Wahlmodell zu vereinbaren. Hier hat die Arbeitgeberseite immer wieder abgeblock. Dennoch ist das Signal der Arbeitszeitreduzierung gerade in der aktuellen politischen Lage wichtig für die Beschäftigten und schützt sie vor möglichen gesetzlichen Änderungen der wöchentlichen Höchstarbeitszeit,“ so Saskia Scheler, Verhandlungsführerin von ver.di.

„Uns wäre es sehr wichtig gewesen, den zusätzlichen Urlaubstag, den es im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst schon ab 2027 gibt, auch hier zeitgleich umzusetzen. Hier hat die Arbeitgeberseite, wie auch zu anderen Themen keine Verhandlungsbereitschaft signalisiert und war auch nicht bereit über einen Ausgliederungsschutz und somit Schutz vor Outsourcing zu sprechen. Das wäre gerade für die Beschäftigten im Service-Bereich wichtig gewesen, ohne die das Krankenhaus nicht läuft,“ erklärt Simone Friebe, Diätassistentin und Mitglied der ehrenamtlichen Tarifkommission.

Die Eckpunkte werden den ver.di-Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt. Es wurde eine beidseitige Erklärungsfrist bis zum 19. Juni 2026 vereinbart.

„Unsere Mitglieder haben das letzte Wort und sie werden entscheiden, ob die Eckpunkte zur einer Tarifeinigung führen werden,“ so Scheler abschließend.