6. Sinfoniekonzert im Theater Nordhausen
Klangvolle Höhepunkte zum Saisonabschluss
Das letzte Sinfoniekonzert der Saison begeisterte im Theater Nordhausen mit außergewöhnlichen Klängen. Gastdirigent Nicolas Pasquet aus Weimar führte das Orchester durch Werke von Ravel und Mahler, während Geigerin Isabelle van Keulen mit Szymanowski brillierte. Christel Laude war für die nnz dabei...
Das 6. Sinfoniekonzert im Theater Nordhausen, das leider bereits das letzte dieser Konzertsaison war, wurde von dem Gastdirigenten Nicolas Pasquet geleitet.
In der traditionellen Einführung vor dem Konzert konnten die Besucher wieder Interessantes und Wissenswertes über die Werke erfahren, die erklingen sollten. Im Gespräch mit Frau Dr. Stöck gewährte der Dirigent darüber hinaus einen Einblick in die Tätigkeit eines Orchesterleiters. Ein Dirigent ist weit mehr als ein musikalischer Leiter: Er ist zugleich Orchesterpsychologe, der jeden seiner Musiker annimmt und selbst von jedem Musiker angenommen wird.
Nicolas Pasquet, in Uruguay geboren, wirkt seit mehr als einem Vierteljahrhundert in Weimar als Professor für Orchesterleitung an der Franz-Liszt-Hochschule. Dabei arbeitet er auch regelmäßig mit Jugendorchestern.
Ihm fiel sofort die Gestaltung des Programmheftes für dieses Konzert durch den Musikkurs der Klasse 11 des Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums Nordhausen auf, wofür er lobende und anerkennende Worte fand. Kursleiterin Melissa Hart ist es gelungen, mit ihren Schülerinnen und Schülern die Werke in ihrer Tiefe zu erschließen und zu dokumentieren.
So ist beispielsweise zu lesen, dass das Werk von Maurice Ravel selbst eine langsame, melancholische und sanfte Komposition sei. Gleich darauf folgt die Begründung, denn sie sei von einer elegischen Schönheit der Melodie geprägt. Später konnte man die perfekte Umsetzung durch das Orchester unter der Leitung des Dirigenten hören.
Ein weiteres Highlight des Abends war die Interpretation des 2. Konzertes für Violine und Orchester des polnischen Komponisten Karol Szymanowski durch die niederländische Geigerin Isabelle van Keulen. Ihre Darbietung begeisterte das Publikum und forderte eine Zugabe heraus. Sie spielte eine Caprice von Grazyna Bacewicz und bewies darin ein weiteres Mal ihre hohe Virtuosität.
Im zweiten Teil des Sinfoniekonzertes stand allein das Orchester mit seinem Dirigenten im Mittelpunkt des musikalischen Geschehens. Es erklang die 1. Sinfonie von Gustav Mahler.
Eine Übereinstimmung der Musiker untereinander und mit dem Dirigenten ist Voraussetzung für einen homogenen Orchesterklang. Genau diesen homogenen, alles überstrahlenden Klang demonstrierte Nicolas Pasquet in Nordhausen.
Besonders zu Beginn der Sinfonie gelang es den Streichern in einmaliger Schönheit und Zartheit, im Flageolett spielend, das Fundament für die hinzukommenden Instrumente zu schaffen, die das Erwachen der Natur schildern. Beim Spielen im Flageolett werden die Saiten der Streicher nur leicht berührt, wodurch eine Art leichtes Flirren entsteht, ehe sich ein großer, wunderschöner Klang, besonders in den Hörnern, entfaltet und manche musikalische Überraschung bereithält.
Das Publikum spendete lang anhaltenden Beifall.
Christel Laude
Das 6. Sinfoniekonzert im Theater Nordhausen, das leider bereits das letzte dieser Konzertsaison war, wurde von dem Gastdirigenten Nicolas Pasquet geleitet.
In der traditionellen Einführung vor dem Konzert konnten die Besucher wieder Interessantes und Wissenswertes über die Werke erfahren, die erklingen sollten. Im Gespräch mit Frau Dr. Stöck gewährte der Dirigent darüber hinaus einen Einblick in die Tätigkeit eines Orchesterleiters. Ein Dirigent ist weit mehr als ein musikalischer Leiter: Er ist zugleich Orchesterpsychologe, der jeden seiner Musiker annimmt und selbst von jedem Musiker angenommen wird.
Nicolas Pasquet, in Uruguay geboren, wirkt seit mehr als einem Vierteljahrhundert in Weimar als Professor für Orchesterleitung an der Franz-Liszt-Hochschule. Dabei arbeitet er auch regelmäßig mit Jugendorchestern.
Ihm fiel sofort die Gestaltung des Programmheftes für dieses Konzert durch den Musikkurs der Klasse 11 des Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums Nordhausen auf, wofür er lobende und anerkennende Worte fand. Kursleiterin Melissa Hart ist es gelungen, mit ihren Schülerinnen und Schülern die Werke in ihrer Tiefe zu erschließen und zu dokumentieren.
So ist beispielsweise zu lesen, dass das Werk von Maurice Ravel selbst eine langsame, melancholische und sanfte Komposition sei. Gleich darauf folgt die Begründung, denn sie sei von einer elegischen Schönheit der Melodie geprägt. Später konnte man die perfekte Umsetzung durch das Orchester unter der Leitung des Dirigenten hören.
Ein weiteres Highlight des Abends war die Interpretation des 2. Konzertes für Violine und Orchester des polnischen Komponisten Karol Szymanowski durch die niederländische Geigerin Isabelle van Keulen. Ihre Darbietung begeisterte das Publikum und forderte eine Zugabe heraus. Sie spielte eine Caprice von Grazyna Bacewicz und bewies darin ein weiteres Mal ihre hohe Virtuosität.
Im zweiten Teil des Sinfoniekonzertes stand allein das Orchester mit seinem Dirigenten im Mittelpunkt des musikalischen Geschehens. Es erklang die 1. Sinfonie von Gustav Mahler.
Eine Übereinstimmung der Musiker untereinander und mit dem Dirigenten ist Voraussetzung für einen homogenen Orchesterklang. Genau diesen homogenen, alles überstrahlenden Klang demonstrierte Nicolas Pasquet in Nordhausen.
Besonders zu Beginn der Sinfonie gelang es den Streichern in einmaliger Schönheit und Zartheit, im Flageolett spielend, das Fundament für die hinzukommenden Instrumente zu schaffen, die das Erwachen der Natur schildern. Beim Spielen im Flageolett werden die Saiten der Streicher nur leicht berührt, wodurch eine Art leichtes Flirren entsteht, ehe sich ein großer, wunderschöner Klang, besonders in den Hörnern, entfaltet und manche musikalische Überraschung bereithält.
Das Publikum spendete lang anhaltenden Beifall.
Christel Laude
