nnz-Galerie
Auf der (kurzen) Strecke
Hunderte Läufer gingen heute zum Harztorlauf an den Start, darunter auch die nnz, die über die kurze Distanz von fünf Kilometern mit auf der Strecke war, ein paar Schnappschüsse machen konnte und es schließlich auch ins Ziel geschafft hat...
Berichterstattung zu sportlichen Veranstaltungen ist eine feine Sache, gerade bei den "Volksläufen", von denen es in der Region so einige gibt. Viele Bilder, starke Emotionen, die Texte kurz und faktisch - eine dankbare Aufgabe für Journalisten. Wäre da nicht der nagende Gedanke im Hinterkopf - schlechtes Gewissen gepaart mit einem Quäntchen Neid ob der Sportlichkeit der Anderen - dieses Stimmchen, dass sich bei jedem Start auf Neue meldet: "du müsstest auch mal wieder".
Am Ziel dann stets das gleiche Spiel mit anderen Stimmen, die von Bekannten, die ihren Lauf - verausgabt aber (meistens) glücklich - gerade absolviert haben: na, nächstes Mal wieder selber mit dabei? Nächstes Jahr, sicher. Muss ein bisschen trainieren vorher. Die Erkältung im Frühjahr, du weißt. Da ging es nicht. Es war zu kalt. WEs war keine Zeit. Und irgendwer muss ja auch die Bilder machen. Aber nächstes Jahr. Ganz sicher.
Zum 12. Harztorlauf war die nnz heute nun mit zwei Redakteuren quasi in Mannschaftsstärke vertreten. Und wenn die Kollegin fleißig fotografiert, dann greift die faule Ausrede nicht mehr. Also selber rauf auf die Strecke, der Schweinehund, er möge einmal schweigen. Nichts Wildes sollte es werden, nur der fünf Kilometer-Lauf der Kreissparkasse, mehr als ausreichend für die sonst schreibende und zu selten laufende Zunft.
Kurz vor 13 Uhr fiel der Startschuss am Kappelbach hinter dem Herkules-Markt, im dichten Pulk ging es los. Das Gedränge löst sich recht schnell auf, dafür sorgt der knackige Anstieg am Kirchberg schon ein paar Meter nach dem Start. Oben angekommen präsentiert sich der Südharz von seiner schönsten Seite und in strahlendem Sonnenschein.
Schönes Wetter für einen Spaziergang, eher schweißtreibend für die Läufer, die sich bei sommerlichen Temperaturen den Berg wieder hinab und durch Niedersachswerfen schlängelten. Seelisch-moralische Unterstützung erfährt man am Wegesrand, vor allem im Wohngebiet hinter dem Schwimmbad. Kurz darauf wird frisches Wasser gereicht, da ist etwas mehr als die Hälfte des Weges geschafft und der Rest wird ein Spaziergang, mitunter buchstäblich. Ehe das Ziel in Sicht ist, reift die Erkenntnis: muss mehr Sport machen. Ein letzter, lächelnder Sprint und es ist geschafft. Schön war die Anstrengung und wenn der gute Vorsatz hält, dann klappt's vielleicht auch wieder und mit etwas mehr Tempo. Im nächsten Jahr. Ganz sicher. Ganz sicher im nächsten Jahr wieder.
Angelo Glashagel
Berichterstattung zu sportlichen Veranstaltungen ist eine feine Sache, gerade bei den "Volksläufen", von denen es in der Region so einige gibt. Viele Bilder, starke Emotionen, die Texte kurz und faktisch - eine dankbare Aufgabe für Journalisten. Wäre da nicht der nagende Gedanke im Hinterkopf - schlechtes Gewissen gepaart mit einem Quäntchen Neid ob der Sportlichkeit der Anderen - dieses Stimmchen, dass sich bei jedem Start auf Neue meldet: "du müsstest auch mal wieder".
Am Ziel dann stets das gleiche Spiel mit anderen Stimmen, die von Bekannten, die ihren Lauf - verausgabt aber (meistens) glücklich - gerade absolviert haben: na, nächstes Mal wieder selber mit dabei? Nächstes Jahr, sicher. Muss ein bisschen trainieren vorher. Die Erkältung im Frühjahr, du weißt. Da ging es nicht. Es war zu kalt. WEs war keine Zeit. Und irgendwer muss ja auch die Bilder machen. Aber nächstes Jahr. Ganz sicher.
Zum 12. Harztorlauf war die nnz heute nun mit zwei Redakteuren quasi in Mannschaftsstärke vertreten. Und wenn die Kollegin fleißig fotografiert, dann greift die faule Ausrede nicht mehr. Also selber rauf auf die Strecke, der Schweinehund, er möge einmal schweigen. Nichts Wildes sollte es werden, nur der fünf Kilometer-Lauf der Kreissparkasse, mehr als ausreichend für die sonst schreibende und zu selten laufende Zunft.
Kurz vor 13 Uhr fiel der Startschuss am Kappelbach hinter dem Herkules-Markt, im dichten Pulk ging es los. Das Gedränge löst sich recht schnell auf, dafür sorgt der knackige Anstieg am Kirchberg schon ein paar Meter nach dem Start. Oben angekommen präsentiert sich der Südharz von seiner schönsten Seite und in strahlendem Sonnenschein.
Schönes Wetter für einen Spaziergang, eher schweißtreibend für die Läufer, die sich bei sommerlichen Temperaturen den Berg wieder hinab und durch Niedersachswerfen schlängelten. Seelisch-moralische Unterstützung erfährt man am Wegesrand, vor allem im Wohngebiet hinter dem Schwimmbad. Kurz darauf wird frisches Wasser gereicht, da ist etwas mehr als die Hälfte des Weges geschafft und der Rest wird ein Spaziergang, mitunter buchstäblich. Ehe das Ziel in Sicht ist, reift die Erkenntnis: muss mehr Sport machen. Ein letzter, lächelnder Sprint und es ist geschafft. Schön war die Anstrengung und wenn der gute Vorsatz hält, dann klappt's vielleicht auch wieder und mit etwas mehr Tempo. Im nächsten Jahr. Ganz sicher. Ganz sicher im nächsten Jahr wieder.
Angelo Glashagel





















