Einsatzübung der DLRG-Rettungsschwimmer

Alle "Opfer" gerettet

19 angehende Rettungsschwimmer der DLRG Kyffhäuser stellten sich am Samstag einer besonderen Herausforderung: In fünf realistisch nachgestellten Notfällen mussten sie ihr Erste-Hilfe-Können unter Beweis stellen...

Einsatzvorbereitungen der Rettungsschwimmer der DLRG OG Kyffhäuser. (Foto: Peter Keßler) Einsatzvorbereitungen der Rettungsschwimmer der DLRG OG Kyffhäuser. (Foto: Peter Keßler)
In fast vier Stunden konnten am Samstag die 19 zukünftigen Einsatzrettungsschwimmer der neuen Badesaison der DLRG-Ortsgruppe Kyffhäuser ihr Können im Bereich der Ersten Hilfe in fünf realistischen Unfalldarstellungen beweisen.

Das Team der Arbeitsgemeinschaft Medizin hatte sich bereits seit Januar Gedanken gemacht und fünf reale Schwimmbadunfälle entwickelt, nachgestellt und entsprechend geschminkt, um den Teilnehmern das Gefühl einer echten Einsatzsituation zu vermitteln.

Zusätzlich wurden die Rettungs- und Behandlungsmaßnahmen durch erfahrene Ausbilder bewertet, die jeweils eine Station betreuten. Insgesamt konnten pro Team 25 Punkte erreicht werden.

Ein Einsatzteam, wie im realen Einsatz bestehend aus zwei Rettungsschwimmern, musste unter anderem eine stark blutende Schnittwunde versorgen, die sich ein Techniker des Bades beim Heckenschneiden zugezogen hatte.

Außerdem galt es, einen Verdacht auf eine Wirbelfraktur bei einem Badegast zu behandeln, der nach einem Sprung mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen war.

Weitere Szenarien waren die Versorgung eines Insektenstichs, Maßnahmen gegen einen Hitzschlag und schließlich die Reanimation des Schwimmmeisters, der nach einem Stromschlag bewusstlos am Boden lag.

In der Auswertung waren es zwei Einsatzteams, die an der maximalen Punktzahl kratzten. Alle Gruppen übertrafen jedoch locker die Mindestpunktzahl. So gehen nicht nur die Wachgänger nach dem Beweis des eigenen Könnens gestärkt in die Bäder der Region, sondern auch die Ausbilder sind überzeugt, dass alle Einsatzkräfte die Kompetenz besitzen, zur richtigen Zeit das Richtige zu tun.

Zusätzlich war Johannes Noak vom MDR-Radio zu Gast. Er sammelte viele Eindrücke und probierte auch die Rettungspuppen aus, die die DLRG Kyffhäuser bei den MDR-Winterspielen vor drei Monaten gewinnen konnte. Deshalb lohnt es sich für alle Lokalpatrioten, in der nächsten Woche häufiger MDR Thüringen zu hören, denn die Lebensretter aus der Kurstadt werden dort eine beeindruckende Rolle spielen.
Peter Keßler