Meine Meinung:
Auf die Bäume, ihr Affen...
Jane Goodall entdeckte, dass Schimpansen Werkzeuge benutzen und enge soziale Beziehungen haben. Sie klettern in Bäume, wenn sie sich als Alphamännchen aufspielen wollen und sondern eigenartige Geräusche ab, um Eindringlinge zu vertreiben oder ihnen den Kampf anzusagen. Wer weiß, ob die Primaten bei diesem überaus vorkämpferischen Habitus über links oder rechts, oder Faschismus oder Kommunismus, oder vielleicht über gar nichts nachdenken. Die Forscherin lässt das offen, denn sie hat derlei Eigentümlichkeiten wahrscheinlich nie erkundet. Unser Kolumnist Karl Nickel hat da so seine eigenen Überlegungen...
Auf die Bäume... (Foto: privat)
Man kann immer geteilter Meinung sein. Das ist mal Fakt. Die einen stören sich daran, dass eine parlamentarische Partei, in Person der AfD-Politikerin Kerstin Düben-Schaumann, ein paar Bänke und einen Pavillon vor einer Schule aufbaut, um Gedanken und Eindrücke der Schüler und Passanten zu erkunden. Vielleicht will sie auch nur ihre daraus gewonnenen Erkenntnisse in den Landtag einbringen, um progressive Veränderungen im Sinne der nächsten, den deutschen Wohlstand erwirtschaftenden Generation zu erwirken.
Andere sprechen ihr genau das von vornherein ab. Offensichtlich kann sie das nicht, denn sie ist ja nicht der gleichen Meinung der Nachbarn in der Wiedigsburg. Zu ihrer Verteidigung: Sie wollte Meinungen junger Menschen in ihrer täglichen Umgebung einholen. Dann geht sie einfach auf die jungen Menschen zu. Das machen andere auch.
Insbesondere in Sachsen, wo Schüler mit Queer-Pornos in obligatorischen Schulveranstaltungen an Handlungen herangeführt werden, die geeignet sind, gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu verstoßen.
Auch hier teilen sich die Meinungen. Soll ein politischer Infostand vor einer Schule stattfinden? Soll die im Mainstream unerwünschte Partei genau dort eine Plattform bekommen? Sollen sich unsere Kinder eine eigene Meinung bilden dürfen? Sollen junge Menschen mit 16 Jahren wählen dürfen? Und wenn ja, dann nur die Parteien, die nicht die blaue Farbe im Logo tragen?
Man kann trefflich über alles in den Diskurs treten. Aber bitte, liebe Leute, bleibt doch einfach mal auf der verbalen Ebene. Der quasi Erfinder des Marxismus, der allseits bekannte Karl, ließ sich inspirieren von einem, der lieber mit seinen Hunden spazieren ging und mit denen bessere Konversation pflegte, als mit "Minderbemittelten" zu disputieren.
Wir wollen dem Arthur Schopenhauer nicht Unrecht tun. Er hat ja auch Großes aufgeschrieben. In seiner eristischen Dialektik schreibt er sinngemäß, dass es als argumentativ Unterlegener eher sinnlos ist, ständig auf seinem Standpunkt zu beharren, wenn der andere seine guten Argumente belegen kann. MAN GEHE AUF DIE PERSON.
Genau so kommt es einem vor. Was hat Frau Düben-Schaumann falsch gemacht?
Sie hat gesetzeskonform einen Info-Stand angemeldet. Sie hat sich auf die Fragen von jungen Menschen vorbereitet. Im Grunde ist das lobenswert. Von derlei Dingen ist aus der anderen politischen Richtung eher wenig zu hören. Vielleicht ist man dort ein wenig träge geworden. Ist denn schon Wahlkampf? Am Ende isst sie mit ihren Kumpanen auch noch die Quarkbällchen selbst. Das ist ja unerhört.
Die Aktivisten mussten hungern und vielleicht am Ende auch noch den Feuerwehreinsatz bezahlen.
Wo leben wir denn?
Da plärrt ein "Aktivist" vom Baum runter, dass die Leute an einem Info-Stand Bastarde wären. Dass Polizisten "Bullenschweine" sind. Mal Klartext, liebe Leute: Ihr seid nicht diejenigen, für die Ihr Euch haltet. Auch Ihr habt Euch an unser aller Regeln zu halten! Wer das nicht akzeptieren will, der kann gerne woanders sein Glück versuchen.
Ihr beschimpft genau die Leute, die Euch am Leben erhalten. Ihr merkt es nur nicht. Ihr attackiert Polizisten, die unsere demokratische Gesellschaft verteidigen. Ihr verunglimpft Menschen, die Euren Lebensunterhalt erwirtschaften. Ihr wollt anderen erklären, wie die Welt zu funktionieren hat. Das steht Euch nicht zu! Wenn Ihr in "Hör- und Sichtweite" protestieren wollt gegen Euch missliebige Meinungen, dann macht das bitte wie jeder andere Demokrat. Meldet Eure Veranstaltungen an. Niemand wird irgendetwas dagegen haben. Macht es einfach.
Ach übrigens: Die Feuerwehr hätte nicht unsere Ressourcen verschwenden müssen, hättet Ihr nicht so einen blöden Mist abgezogen. Das ist doch auch mal eine Überlegung wert, oder?
In einer demokratischen Gesellschaft gibt es Regeln. Die muss es auch geben. Die sollen für alle gelten. Bei uns heißt das Gesetze. Wer sich dran hält, dem passiert nichts. Das kennt doch eigentlich jedes Kind. Auch im Herder-Gymnasium. Im übrigen tut Ihr der "Grünen Insel" in Europa keinen Gefallen. Irland ist wunderschön. Und wer glaubt schon, dass die Iren stets Eurer Meinung sein müssen. Fragt sie mal. Aber bitte wundert Euch nicht, wenn die Menschen dort nicht Eurer Meinung sind.
Iren sind menschlich. (Sorry. Es muss heißen "Irren ist menschlich.") Die armen Ir(r)en.
Dem Baumkletterer sei gesagt: Stellen Sie sich doch einfach mal nackt vor Ihren Spiegel. Dann klopfen Sie sich mal mit beiden Fäusten im Rhythmus vehement auf die Brust. Dabei stoßen Sie bitte irgendwelche Laute aus. Das Ganze machen Sie dann ganz laut, damit all Ihre Nachbarn es hören. Vorzugsweise äußern Sie: Uh, ah, uh, ah, huuuh.
Möglicherweise halten Ihre Nachbarn Sie dann für den Beschützer der Gemeinschaft.
Achso: Bitte vergessen Sie nicht den alten Schlager von Hauff und Henkler. "Auf die Bäume, ihr Affen, der Wald wird gefegt..."
Eine Weisheit mit auf den Weg: "Wer anderen eine Grube gräbt, der ist noch lange kein Aufbauhelfer."
Bis neulich!
Karl Nickel
Auf die Bäume... (Foto: privat)
Man kann immer geteilter Meinung sein. Das ist mal Fakt. Die einen stören sich daran, dass eine parlamentarische Partei, in Person der AfD-Politikerin Kerstin Düben-Schaumann, ein paar Bänke und einen Pavillon vor einer Schule aufbaut, um Gedanken und Eindrücke der Schüler und Passanten zu erkunden. Vielleicht will sie auch nur ihre daraus gewonnenen Erkenntnisse in den Landtag einbringen, um progressive Veränderungen im Sinne der nächsten, den deutschen Wohlstand erwirtschaftenden Generation zu erwirken.
Andere sprechen ihr genau das von vornherein ab. Offensichtlich kann sie das nicht, denn sie ist ja nicht der gleichen Meinung der Nachbarn in der Wiedigsburg. Zu ihrer Verteidigung: Sie wollte Meinungen junger Menschen in ihrer täglichen Umgebung einholen. Dann geht sie einfach auf die jungen Menschen zu. Das machen andere auch.
Insbesondere in Sachsen, wo Schüler mit Queer-Pornos in obligatorischen Schulveranstaltungen an Handlungen herangeführt werden, die geeignet sind, gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu verstoßen.
Auch hier teilen sich die Meinungen. Soll ein politischer Infostand vor einer Schule stattfinden? Soll die im Mainstream unerwünschte Partei genau dort eine Plattform bekommen? Sollen sich unsere Kinder eine eigene Meinung bilden dürfen? Sollen junge Menschen mit 16 Jahren wählen dürfen? Und wenn ja, dann nur die Parteien, die nicht die blaue Farbe im Logo tragen?
Man kann trefflich über alles in den Diskurs treten. Aber bitte, liebe Leute, bleibt doch einfach mal auf der verbalen Ebene. Der quasi Erfinder des Marxismus, der allseits bekannte Karl, ließ sich inspirieren von einem, der lieber mit seinen Hunden spazieren ging und mit denen bessere Konversation pflegte, als mit "Minderbemittelten" zu disputieren.
Wir wollen dem Arthur Schopenhauer nicht Unrecht tun. Er hat ja auch Großes aufgeschrieben. In seiner eristischen Dialektik schreibt er sinngemäß, dass es als argumentativ Unterlegener eher sinnlos ist, ständig auf seinem Standpunkt zu beharren, wenn der andere seine guten Argumente belegen kann. MAN GEHE AUF DIE PERSON.
Genau so kommt es einem vor. Was hat Frau Düben-Schaumann falsch gemacht?
Sie hat gesetzeskonform einen Info-Stand angemeldet. Sie hat sich auf die Fragen von jungen Menschen vorbereitet. Im Grunde ist das lobenswert. Von derlei Dingen ist aus der anderen politischen Richtung eher wenig zu hören. Vielleicht ist man dort ein wenig träge geworden. Ist denn schon Wahlkampf? Am Ende isst sie mit ihren Kumpanen auch noch die Quarkbällchen selbst. Das ist ja unerhört.
Die Aktivisten mussten hungern und vielleicht am Ende auch noch den Feuerwehreinsatz bezahlen.
Wo leben wir denn?
Da plärrt ein "Aktivist" vom Baum runter, dass die Leute an einem Info-Stand Bastarde wären. Dass Polizisten "Bullenschweine" sind. Mal Klartext, liebe Leute: Ihr seid nicht diejenigen, für die Ihr Euch haltet. Auch Ihr habt Euch an unser aller Regeln zu halten! Wer das nicht akzeptieren will, der kann gerne woanders sein Glück versuchen.
- Sagt mal bitte, liebe "Aktivisten": Habt Ihr schon einmal etwas davon gehört, dass jeder in Deutschland seine Meinung kundtun darf, solange diese nicht beleidigend, verfassungsfeindlich oder menschenverachtend ist?
- Glaubt Ihr wirklich, dass nur Eure Meinung die richtige ist? Müsst Ihr jedes Mal, wenn es Veranstaltungen der anderen Seite gibt, aggressiv auftreten?
- Kann es vielleicht sein, dass andere Menschen auf den grammatischen Pronomen beharren wollen, weil diese sprachwissenschaftlich belegt sind?
- Könnt Ihr das Mensch-Person-Dilemma in Eurer obskuren Vorstellung von Linguistik auflösen und erklären? Wisst Ihr eigentlich, was Pronomina sind?
- Wisst Ihr eigentlich, dass Ihr unbescholtene Feuerwehrleute, Polizisten und Ordnungskräfte für Euren dämlichen Mist in Anspruch nehmt und diese dann obendrein noch beschimpft, obwohl sie auch für Euch da sind, wenn Ihr in einer Notlage seid?
- Und so weiter, und so weiter.
- Welchen Beitrag leistet Ihr zu unserer Gesellschaft?
Ihr beschimpft genau die Leute, die Euch am Leben erhalten. Ihr merkt es nur nicht. Ihr attackiert Polizisten, die unsere demokratische Gesellschaft verteidigen. Ihr verunglimpft Menschen, die Euren Lebensunterhalt erwirtschaften. Ihr wollt anderen erklären, wie die Welt zu funktionieren hat. Das steht Euch nicht zu! Wenn Ihr in "Hör- und Sichtweite" protestieren wollt gegen Euch missliebige Meinungen, dann macht das bitte wie jeder andere Demokrat. Meldet Eure Veranstaltungen an. Niemand wird irgendetwas dagegen haben. Macht es einfach.
Ach übrigens: Die Feuerwehr hätte nicht unsere Ressourcen verschwenden müssen, hättet Ihr nicht so einen blöden Mist abgezogen. Das ist doch auch mal eine Überlegung wert, oder?
In einer demokratischen Gesellschaft gibt es Regeln. Die muss es auch geben. Die sollen für alle gelten. Bei uns heißt das Gesetze. Wer sich dran hält, dem passiert nichts. Das kennt doch eigentlich jedes Kind. Auch im Herder-Gymnasium. Im übrigen tut Ihr der "Grünen Insel" in Europa keinen Gefallen. Irland ist wunderschön. Und wer glaubt schon, dass die Iren stets Eurer Meinung sein müssen. Fragt sie mal. Aber bitte wundert Euch nicht, wenn die Menschen dort nicht Eurer Meinung sind.
Iren sind menschlich. (Sorry. Es muss heißen "Irren ist menschlich.") Die armen Ir(r)en.
Dem Baumkletterer sei gesagt: Stellen Sie sich doch einfach mal nackt vor Ihren Spiegel. Dann klopfen Sie sich mal mit beiden Fäusten im Rhythmus vehement auf die Brust. Dabei stoßen Sie bitte irgendwelche Laute aus. Das Ganze machen Sie dann ganz laut, damit all Ihre Nachbarn es hören. Vorzugsweise äußern Sie: Uh, ah, uh, ah, huuuh.
Möglicherweise halten Ihre Nachbarn Sie dann für den Beschützer der Gemeinschaft.
Achso: Bitte vergessen Sie nicht den alten Schlager von Hauff und Henkler. "Auf die Bäume, ihr Affen, der Wald wird gefegt..."
Eine Weisheit mit auf den Weg: "Wer anderen eine Grube gräbt, der ist noch lange kein Aufbauhelfer."
Bis neulich!
Karl Nickel