Lösung für Sportler gefunden
Happy End für Nordhäuser Bowteam
Nach langer Hängepartie haben die Bogenschützen des Nordhäuser Bowteams eine neue Sommertrainingsstätte gefunden. Allerdings ohne Hilfe der Stadt Nordhausen…
Norbert Müller, gebürtiger Sangerhäuser, trainiert im Nordhäuser Bowteam, hier schon auf der neuen Trainingsfläche bei Niedersachswerfen. (Foto: ssc)
Die Zielscheiben stehen bereits, das erste Training hat am Montag stattgefunden: In der Appenröder Straße kurz hinter dem Ortsausgang von Niedersachswerfen hat der Verein nun ein neues Gelände. Der Kontakt ist über Vereinsmitglieder zustande gekommen. Alles lief unkompliziert. Wir sind glücklich mit der Lösung, sagt Vereinschefin Steffi Helbing.
Unkompliziert bedeutet in diesem Fall: Eine Privatperson stellt dem Verein ein geeignetes Grundstück zur Verfügung. Im Gegenzug zahlt das Bowteam einen Obolus. Das Gelände bietet ausreichend Platz: Für das Training werden Distanzen von bis zu 70 Metern benötigt. Wir sind noch dabei, für das neue Gelände ein paar Unterstände zu organisieren, aber auch das lässt sich regeln, so Helbing.
Dabei stand der Verein zuletzt vor großen Problemen. Seit 2017 hatten die Bogenschützen auf einem städtischen Gelände an der Rothleimmühle trainiert. Grundlage war ein Nutzungsvertrag. Vor rund einem Jahr gab es dann den Stadtratsbeschluss, die Fläche an das Jugendsozialwerk zu verkaufen, das dort einen Generationencampus entwickeln will. Obwohl der Nutzungsvertrag für die Fläche faktisch noch bestand, stellte die Stadt dem Verein bis dato keine Ersatzfläche zur Verfügung.
Entscheidung zum neuen Trainingsarel zog sich hin
Zwischenzeitlich schien Ende des vergangenen Jahres eine Lösung in Sicht: Am Salzagraben am Nordhäuser Stadtrand wurde dem Verein ein neues Gelände angeboten. Die Stadt sagte zu, das stark bewachsene Areal herzurichten, eine Nutzungsvereinbarung wurde bereits unterzeichnet. Der Verein sollte das Grundstück pflegen und im Gegenzug kostenlos nutzen.
111.000 Euro um Gelände herzurichten
Dann der Rückschlag: Das Gelände könnte ein Biotop sein. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises wurde eingeschaltet, über Monate gab es keine Entscheidung. Der Verein fühlte sich hingehalten und kritisierte eine mangelnde Kommunikation seitens der Stadt. Dann standen plötzlich mögliche Kosten von rund 111.000 Euro im Raum, um das Gelände herzurichten. Für den Verein keine Option. Die Suche nach Alternativen begann vor wenigen Wochen erneut.
Eine Fläche in einer Kleingartenanlage in Sundhausen brachten Vereinsmitglieder ins Spiel. Auch hier gab es nach einem Vor-Ort-Termin mit der Stadt neue Bedenken: Naturschutzprüfung, Vermessung, mögliche Ausgleichsflächen. Für dasselbe Spiel haben wir keine Zeit und keine Nerven mehr, beschreibt Helbing die Situation. Die Zeit drängte. Um die langen Distanzen zu trainieren, braucht der Verein zwingend eine große Sommertrainingsfläche. In der Halle sind gerade mal Schüsse auf 18 Meter möglich.
Tagesordnungpunkt im Ausschuss abgesetzt
Die Lösung in Niedersachswerfen kam schließlich noch rechtzeitig - ohne Zutun der Stadt. Am vergangenen Donnerstag mussten die Bogenschützen die Schlüssel für die alte Trainingsfläche an der Rothleimmühle abgeben. Am Montag konnten die schon das Training auf der neuen Fläche aufnehmen. Am Montag fand übrigens auch der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt der Stadt Nordhausen statt. Den Punkt 8.3 mit dem Titel "Bau- und Ausgleichsmaßnahmen für den Bowteam e.V. Nordhausen für das Trainingsgelände Kirchplatz/An der Karlsburg Sundhausen" nahm Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) nach nnz-Informationen mit dem Hinweis, dass sich der Punkt erledigt habe, von der Tagesordnung.
Areal auch an Straßenbahn angebunden
Für den rund 45 Mitglieder starken Verein ist das neue Areal ein wichtiger Schritt, auch mit Blick auf die sportlichen Erfolge: In den vergangenen Jahren holten Schützen des Bowteams unter anderem einen deutschen Meistertitel im Nachwuchsbereich sowie mehrere Landesmeistertitel und Medaillen bei überregionalen Wettbewerben.
Das Areal in Niedersachswerfen liegt zwar auch am Ende des Ortes, ist aber zu Fuß auch von der Straßenbahnhaltestelle gut zu erreichen, sagt Steffi Helbing. Für sie ist die neue Trainingsstätte jetzt fast perfekt, und das ganz unkompliziert.
Susanne Schedwill
Norbert Müller, gebürtiger Sangerhäuser, trainiert im Nordhäuser Bowteam, hier schon auf der neuen Trainingsfläche bei Niedersachswerfen. (Foto: ssc)
Unkompliziert bedeutet in diesem Fall: Eine Privatperson stellt dem Verein ein geeignetes Grundstück zur Verfügung. Im Gegenzug zahlt das Bowteam einen Obolus. Das Gelände bietet ausreichend Platz: Für das Training werden Distanzen von bis zu 70 Metern benötigt. Wir sind noch dabei, für das neue Gelände ein paar Unterstände zu organisieren, aber auch das lässt sich regeln, so Helbing.
Dabei stand der Verein zuletzt vor großen Problemen. Seit 2017 hatten die Bogenschützen auf einem städtischen Gelände an der Rothleimmühle trainiert. Grundlage war ein Nutzungsvertrag. Vor rund einem Jahr gab es dann den Stadtratsbeschluss, die Fläche an das Jugendsozialwerk zu verkaufen, das dort einen Generationencampus entwickeln will. Obwohl der Nutzungsvertrag für die Fläche faktisch noch bestand, stellte die Stadt dem Verein bis dato keine Ersatzfläche zur Verfügung.
Entscheidung zum neuen Trainingsarel zog sich hin
Zwischenzeitlich schien Ende des vergangenen Jahres eine Lösung in Sicht: Am Salzagraben am Nordhäuser Stadtrand wurde dem Verein ein neues Gelände angeboten. Die Stadt sagte zu, das stark bewachsene Areal herzurichten, eine Nutzungsvereinbarung wurde bereits unterzeichnet. Der Verein sollte das Grundstück pflegen und im Gegenzug kostenlos nutzen.
111.000 Euro um Gelände herzurichten
Dann der Rückschlag: Das Gelände könnte ein Biotop sein. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises wurde eingeschaltet, über Monate gab es keine Entscheidung. Der Verein fühlte sich hingehalten und kritisierte eine mangelnde Kommunikation seitens der Stadt. Dann standen plötzlich mögliche Kosten von rund 111.000 Euro im Raum, um das Gelände herzurichten. Für den Verein keine Option. Die Suche nach Alternativen begann vor wenigen Wochen erneut.
Eine Fläche in einer Kleingartenanlage in Sundhausen brachten Vereinsmitglieder ins Spiel. Auch hier gab es nach einem Vor-Ort-Termin mit der Stadt neue Bedenken: Naturschutzprüfung, Vermessung, mögliche Ausgleichsflächen. Für dasselbe Spiel haben wir keine Zeit und keine Nerven mehr, beschreibt Helbing die Situation. Die Zeit drängte. Um die langen Distanzen zu trainieren, braucht der Verein zwingend eine große Sommertrainingsfläche. In der Halle sind gerade mal Schüsse auf 18 Meter möglich.
Tagesordnungpunkt im Ausschuss abgesetzt
Die Lösung in Niedersachswerfen kam schließlich noch rechtzeitig - ohne Zutun der Stadt. Am vergangenen Donnerstag mussten die Bogenschützen die Schlüssel für die alte Trainingsfläche an der Rothleimmühle abgeben. Am Montag konnten die schon das Training auf der neuen Fläche aufnehmen. Am Montag fand übrigens auch der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt der Stadt Nordhausen statt. Den Punkt 8.3 mit dem Titel "Bau- und Ausgleichsmaßnahmen für den Bowteam e.V. Nordhausen für das Trainingsgelände Kirchplatz/An der Karlsburg Sundhausen" nahm Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) nach nnz-Informationen mit dem Hinweis, dass sich der Punkt erledigt habe, von der Tagesordnung.
Areal auch an Straßenbahn angebunden
Für den rund 45 Mitglieder starken Verein ist das neue Areal ein wichtiger Schritt, auch mit Blick auf die sportlichen Erfolge: In den vergangenen Jahren holten Schützen des Bowteams unter anderem einen deutschen Meistertitel im Nachwuchsbereich sowie mehrere Landesmeistertitel und Medaillen bei überregionalen Wettbewerben.
Das Areal in Niedersachswerfen liegt zwar auch am Ende des Ortes, ist aber zu Fuß auch von der Straßenbahnhaltestelle gut zu erreichen, sagt Steffi Helbing. Für sie ist die neue Trainingsstätte jetzt fast perfekt, und das ganz unkompliziert.
Susanne Schedwill
