Viertes Sinfoniekonzert
Loh-Orchester begeisterte im Nordhäuser Theater
Im 4. Sinfoniekonzert im Theater Nordhausen erklangen drei Werke, deren Komponisten ein Leben lang befreundet waren, und deren Werke selbst in enger Beziehung zueinander standen. Christel Laude hat es sich angehört...
Einleitend wurde die Ouvertüre zu Hamlet op. 4 von Josef Joachim (1831–1907) zu Gehör gebracht. Der Name dieses Komponisten ist allen Geige spielenden Musikern ein Begriff. Er war einer der führenden Virtuosen seiner Zeit auf diesem Instrument. Er komponierte aber auch selbst erfolgreich. In seiner Ouvertüre spiegelt sich die ganze Dramatik des Stoffes von Shakespeare ähnlich einem Programm wider. Die Uraufführung fand unter der Leitung von Robert Schumann statt.
Das Werk stellte hohe Anforderungen an Orchester und Dirigent. Im Theater Nordhausen leitete der junge belgische Gastdirigent Martijn Dendievel. Sicher und engagiert führte er das Loh-Orchester.
Das 2. Werk des Abends war ein besonderes Konzert, ein Konzert für Violine, Violoncello und Orchester von Johannes Brahms (1833–1897). Josef Joachim war auch mit Johannes Brahms eng befreundet, und so ist es nur folgerichtig, dass im Sinfoniekonzert in Nordhausen ein Werk von diesem Komponisten in das Programm aufgenommen wurde. Dieses Doppelkonzert hat drei Sätze, wie allgemein üblich. Der 1. Satz ist ein Schwergewicht, während vor allem der 2. Satz ruhig und melodisch gestaltet und schließlich der 3. Satz leicht und unterhaltend ist.
Die beiden Solisten Noe Inui, Violine, als Gast, und Sebastian Hennemann am Cello. (Foto: Christel Laude)
Im Blickpunkt des Interesses lagen natürlich die beiden Solisten: Noe Inui, Violine, als Gast, Sebastian Hennemann, Cello, Solist vom Loh-Orchester und schließlich das gesamte Orchester. Ihre Partien waren äußerst anspruchsvoll. Es kam nicht nur auf die Virtuosität jedes Einzelnen an, sondern auf das Zusammenspiel der beiden und mit dem Orchester. Und was die drei (Violine, Cello und Orchester) da zu Gehör gebracht haben, war einfach genial. Auf einen Wimpernschlag genau setzten sie mit den Stimmen ein, spielten technische Raffinessen gemeinsam oder nacheinander, spielten sich die Themen zu, als wollten sie sich unterhalten. Trotz hoher Konzentration waren sie selbst voller Spielfreude, immer ein Lächeln im Gesicht. Nach begeistertem, stürmischem Beifall gab es natürlich eine Zugabe. Voller Witz und Spaß am Umgang mit den Instrumenten spielten die beiden Solisten ein Stück von Maurice Ravel.
Das Sinfoniekonzert endete mit der großen, ersten Sinfonie von Robert Schumann, der Frühlingssinfonie. Hier stand noch einmal das Orchester im Mittelpunkt des musikalischen Geschehens. Auch diesmal gab es anerkennenden Beifall für die Orchestersolisten und den Dirigenten, der die Sinfonie auswendig dirigierte. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen und zu hören und zeugt von absoluter Professionalität der Musiker, wie sich dieses Orchester auf neue Dirigenten einstellen kann.
Christel Laude
Einleitend wurde die Ouvertüre zu Hamlet op. 4 von Josef Joachim (1831–1907) zu Gehör gebracht. Der Name dieses Komponisten ist allen Geige spielenden Musikern ein Begriff. Er war einer der führenden Virtuosen seiner Zeit auf diesem Instrument. Er komponierte aber auch selbst erfolgreich. In seiner Ouvertüre spiegelt sich die ganze Dramatik des Stoffes von Shakespeare ähnlich einem Programm wider. Die Uraufführung fand unter der Leitung von Robert Schumann statt.
Das Werk stellte hohe Anforderungen an Orchester und Dirigent. Im Theater Nordhausen leitete der junge belgische Gastdirigent Martijn Dendievel. Sicher und engagiert führte er das Loh-Orchester.
Das 2. Werk des Abends war ein besonderes Konzert, ein Konzert für Violine, Violoncello und Orchester von Johannes Brahms (1833–1897). Josef Joachim war auch mit Johannes Brahms eng befreundet, und so ist es nur folgerichtig, dass im Sinfoniekonzert in Nordhausen ein Werk von diesem Komponisten in das Programm aufgenommen wurde. Dieses Doppelkonzert hat drei Sätze, wie allgemein üblich. Der 1. Satz ist ein Schwergewicht, während vor allem der 2. Satz ruhig und melodisch gestaltet und schließlich der 3. Satz leicht und unterhaltend ist.
Die beiden Solisten Noe Inui, Violine, als Gast, und Sebastian Hennemann am Cello. (Foto: Christel Laude)
Das Sinfoniekonzert endete mit der großen, ersten Sinfonie von Robert Schumann, der Frühlingssinfonie. Hier stand noch einmal das Orchester im Mittelpunkt des musikalischen Geschehens. Auch diesmal gab es anerkennenden Beifall für die Orchestersolisten und den Dirigenten, der die Sinfonie auswendig dirigierte. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen und zu hören und zeugt von absoluter Professionalität der Musiker, wie sich dieses Orchester auf neue Dirigenten einstellen kann.
Christel Laude
