Geschenk der Eichsfelder Urania

Menschliche Sonnenuhr zur Laga

Zur Landesgartenschau erhält das Gelände in der Leinefelder Südstadt eine ungewöhnliche und zugleich lehrreiche Attraktion: Die Eichsfelder Urania schenkt dem LGS-Team eine ganz besondere Sonnenuhr...

Karl-Josef Löffelholz und Michael Spitzenberg (Foto: René Weißbach) Karl-Josef Löffelholz und Michael Spitzenberg (Foto: René Weißbach) Die Idee zu dieser „lebenden“ Sonnenuhr hatte Karl-Josef Löffelholz, der Vorsitzende der Urania Eichsfeld. Bereits mehrfach hat der Verein in der Vergangenheit Sonnenuhren vorgestellt. Daher lag es nahe, auch auf der Landesgartenschau eine solche Anlage zu präsentieren.

Die Bildungsgesellschaft Urania ist keine kommerzielle Einrichtung und versucht mit ihren begrenzten Mitteln immer wieder Projekte zu realisieren, die nicht nur nachhaltig sind, sondern auch den Menschen, die sie nutzen, Wissen vermitteln.

Hergestellt wird die Anlage von der Firma Steinmetz Hildebrandt GmbH in Geisleden. Fachlich begleitet wird das Projekt von dem bekannten Sonnenuhr-Experten Michael Spitzenberg aus Silberhausen. Bei der Anlage handelt es sich um eine sogenannte Polstabuhr. Das Besondere an dieser Form der Sonnenuhr ist, dass alle Elemente als Steinplatten im Boden eingelassen werden. Dadurch eignet sich diese Bauart besonders für öffentliche Plätze, da keine hervorstehenden Bauteile beschädigt werden können.

Anders als bei klassischen Sonnenuhren übernimmt hier der Mensch selbst eine wichtige Rolle: Er stellt den sogenannten Schattenwerfer dar. Wer die Uhr ablesen möchte, stellt sich entsprechend seiner Körpergröße auf eine markierte Position auf der Bodensonnenuhr. Der Schatten des Kopfes fällt dann auf eine der Stundenlinien – so lässt sich die aktuelle Uhrzeit ablesen. Die Sonnenuhr wird aus Steinplatten gefertigt und dauerhaft im Boden installiert. Für die Anlage genügt eine ebene Fläche von etwa fünf mal fünf Metern.