Noch kein sicherer Klassenerhalt für die VG Bleicherode

Abschied ohne Happy End

Zum letzten Mal in der laufenden Saison konnten die Volleyball-Mädels aus Bleicherode am vergangenen Spieltag auf den Heimvorteil der Georgenberghalle bauen. Dieser konnte am Samstag nicht zum Erfolg beitragen, gegen die in der Tabelle besser positionierten Teams vom Geraer VC und 1.VSV Jena II gab es mit jeweils 0:3 Sätzen nichts Zählbares zu holen…

In der Tabelle der Thüringenliga bleiben die Volleyballerinnen mit einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone weiter auf Rang neun. Am Ende des Spieltages wurden mit Adriane Grunig, Katharina Heinrich und Laura Pezely drei langjährige Spielerinnen vor heimischer Kulisse gebührend in den sportlichen (Un)ruhestand nach der Saison verabschiedet.

Über den gesamten Spieltag hinweg versäumten es die VGB Ladies sich für ihre teils sehenswerten und spektakulären Spielzüge mit den entscheidenden Punkten oder sogar Sätzen zu belohnen. Mehrfach wurden Rückstände bravourös aufgeholt, um dann in den folgenden Spielzügen durch unnötige eigene Fehler wieder erneut ins Hintertreffen zu geraten. Hinzu kam in der ersten Partie des Tages, dass die Gäste vom Geraer VC einen guten Tag erwischt hatten und ihre Chancen direkt zum ersten Satzgewinn (25:13) nutzten. Auch im zweiten Abschnitt wurden die Bleicheröder Mädels direkt von Beginn an überrumpelt und liefen erneut einem stetig anwachsenden Rückstand hinterher. Ein ebenso klares 11:25 aus Sicht der VGB hatte dann endgültig alle Spielerinnen wachgerüttelt. Mit Kampf und volleyballerischer Klasse wurde dem Favoriten von der Weißen Elster im dritten Satz dann erbitterte Gegenwehr geleistet, erst in der Schlussphase der 68-minütigen Partie mussten die Gastgeberinnen die Überlegenheit vom Geraer VC mit 18:25 anerkennen.

Einen ähnlichen Spielverlauf sahen die gut 50 Zuschauer in der gut gefüllten Georgenberghalle im Anschluss gegen einen der Meisterschaftsanwärter vom 1.VSV Jena II. Erneut zeigten Adriane Grunig, Hanna Thoma, Lily Leibiger, Katharina Heinrich, Kapitänin Juliana Mehler, Franziska Artmann, Katharina Hunold, Lena Hampl, Jenny Bierwisch und Josefine Varges über die gesamte Spielzeit von 71 Minuten vollen kämpferischen Einsatz. Zu häufig konnten an diesem Spieltag die vorhandenen Möglichkeiten auf eigene Punkterfolge nicht genutzt werden, die eigenen Angriffe fanden oft ihren Meister in der starken Feldabwehr der Gäste von der Saale. Dennoch fanden die VGB Damen immer wieder eine Lücke zum eigenen Punkterfolg, im ersten Teilabschnitt konnten so 19 Punkte erzielt werden.

Im zweiten Satz hatten die Kalistädterinnen den Favoriten bis zum 21:22 sogar am Rande einer Niederlage, erst in den letzten Spielzügen setzte sich die Routine und Abgeklärtheit der Jenaer Spielerinnen durch (22:25). Auf der abschließenden dritten Etappe musste den bisherigen Strapazen des Doppelspieltages etwas Tribut gezollt werden, trotz der Einwechslung der Ergänzungsspielerinnen fehlten die personellen und spielerischen Mittel, um der Partie noch einmal die entscheidende Wendung zu geben (11:25). Im Nachgang analysierte Trainer Andre Kretzschmar den Heimspieltag wie folgt: „Wir haben heute eine gute kämpferische Leistung aufs Parkett gelegt. Leider konnten wir uns durch zu viele eigene Fehler nicht mit etwas Zählbarem belohnen. Lena Hampl hat sich über die Saison super entwickelt und ist heute einmal als Mittelblockerin und einmal als Annahme-Außen zum MVP gewählt worden.“