Bowteam-Debatte
Erinnerungslücken und politische Heuchelei
Die Redaktion erreichten gestern mehrere Stellungnahmen zur Debatte um die Bogenschützen des Bowteam und der fehlenden Trainingsstätte. Auch die Bürgerliste Südharz hat sich jetzt zum Thema geäußert, wir reichen die Zusammenfassung der Mitteilung hier nach…
Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um das Bowteam Nordhausen und die Berichterstattung im Zusammenhang mit der MDR-Sendung Mach dich ran sei es notwendig, einige Dinge gerade zu rücken, teilt Marco Rossmann, der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste Südharz (BLS) mit. Bereits Anfang 2025 habe man als BLS gemeinsam mit den Fraktionen von Grünen, SPD und Linken den geplanten Verkauf des Trainingsgeländes Rothleimmühle kritisch begleitet. Es sei früh klar gewesen, dass der Verkauf zwei Vereine – das Bowteam und den Verein Studio 44 – entwurzeln würde, wenn nicht vorher verbindlich geklärt werde, wo und unter welchen Bedingungen die Arbeit der Vereine künftig stattfinden könne.
Im Stadtrat habe man ausdrücklich gefordert, den Verkauf an das Jugendsozialwerk an klare Bedingungen zu knüpfen. Nach unserer Auffassung hätte der Kaufvertrag nur dann abgeschlossen werden dürfen, wenn zuvor planungsrechtlich geprüft und vertraglich abgesichert worden wäre, welche Flächen für die Vereinsarbeit geeignet sind, teilt Rossmann mit. Zudem habe man im Jahr 2025 in mehreren Ausschüssen vorgeschlagen, die Kosten für die Suche und Prüfung geeigneter Ersatzflächen bereits im Verkaufspreis der Flächen am Standort Rothleimmühle zu berücksichtigen.
Wer funktionierende Vereinsstrukturen verdrängt, muss auch Verantwortung für eine nachhaltige Lösung übernehmen. Andernfalls würden diese Kosten am Ende allein beim ohnehin stark beanspruchten städtischen Haushalt landen – und der Stadt ein bequemes Argument liefern, die Suche nach geeigneten Ausweichflächen einzustellen, kritisiert Rossmann.
Die Vorschläge fanden gegen einige Stimmen aus der CDU und einer geschlossen ablehnenden AfD keine Mehrheit im Stadtrat. Die Frage, was aus den betroffenen Vereinen wird, habe für die AfD-Fraktion zu diesem Zeitpunkt offensichtlich keine entscheidende Rolle gespielt. Auch darauf folgende Beschlussvorlagen, die gemeinsam mit den Grünen, der SPD und der Linken eingebracht wurden, habe die AfD im Stadtrat ausdrücklich nicht mittragen wollen. In den Ausschüssen sei mehrfach deutlich gemacht worden, dass man bei der AfD eine Verpflichtung der Stadt für überflüssig halte und die Vereine sich im Zweifel selbst um neue Flächen kümmern müssten.
Eine Partei, die sich gern als Stimme des Ostens beziehungsweise als neue Volkspartei inszeniert, hat im konkreten Fall keinerlei Initiative für den betroffenen Verein ergriffen und sogar gegen eine verbindliche Absicherung gestimmt – und verschweigt dies nun bewusst in aktuellen Pressemeldungen, kritisiert der Fraktionsvorsitzende des BLS. Ein solches Verhalten senke die Maßstäbe politischer Ehrlichkeit, meint Rossmann, der Stadtrat sollte ein Ort sachlicher Entscheidungen im Interesse der Bürgerschaft sein und nicht Bühne für parteipolitische Inszenierungen oder für das Nachspielen von Konflikten aus der Landes- und Bundespolitik. Dies gelte für die gesamte Parteienlandschaft.
Für den entsprechenden Beschluss fanden sich schließlich Mehrheiten, auch durch Stimmen aus der CDU. Ohne diesen Beschluss gäbe es heute mit großer Wahrscheinlichkeit überhaupt keine strukturierte Suche nach einem neuen Standort für das Bowteam., schätzt Rossmann ein. Die aktuelle Situation rund um den Verein zeigt vor allem eines: Unsere damaligen Warnungen waren berechtigt. Wer Vereinsarbeit ernst nimmt, muss solche existenziellen Fragen verantwortungsvoll im Vorfeld klären, bevor Fakten geschaffen werden – nicht erst danach.
Als Stadtratsfraktion der Bürgerliste Südharz (BLS) und als Zusammenschluss parteiloser Bürgerinnen und Bürger werde man sich weiterhin dafür einsetzen, dass für das Bowteam eine tragfähige und rechtssichere Lösung gefunden wird.
Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um das Bowteam Nordhausen und die Berichterstattung im Zusammenhang mit der MDR-Sendung Mach dich ran sei es notwendig, einige Dinge gerade zu rücken, teilt Marco Rossmann, der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste Südharz (BLS) mit. Bereits Anfang 2025 habe man als BLS gemeinsam mit den Fraktionen von Grünen, SPD und Linken den geplanten Verkauf des Trainingsgeländes Rothleimmühle kritisch begleitet. Es sei früh klar gewesen, dass der Verkauf zwei Vereine – das Bowteam und den Verein Studio 44 – entwurzeln würde, wenn nicht vorher verbindlich geklärt werde, wo und unter welchen Bedingungen die Arbeit der Vereine künftig stattfinden könne.
Im Stadtrat habe man ausdrücklich gefordert, den Verkauf an das Jugendsozialwerk an klare Bedingungen zu knüpfen. Nach unserer Auffassung hätte der Kaufvertrag nur dann abgeschlossen werden dürfen, wenn zuvor planungsrechtlich geprüft und vertraglich abgesichert worden wäre, welche Flächen für die Vereinsarbeit geeignet sind, teilt Rossmann mit. Zudem habe man im Jahr 2025 in mehreren Ausschüssen vorgeschlagen, die Kosten für die Suche und Prüfung geeigneter Ersatzflächen bereits im Verkaufspreis der Flächen am Standort Rothleimmühle zu berücksichtigen.
Wer funktionierende Vereinsstrukturen verdrängt, muss auch Verantwortung für eine nachhaltige Lösung übernehmen. Andernfalls würden diese Kosten am Ende allein beim ohnehin stark beanspruchten städtischen Haushalt landen – und der Stadt ein bequemes Argument liefern, die Suche nach geeigneten Ausweichflächen einzustellen, kritisiert Rossmann.
Die Vorschläge fanden gegen einige Stimmen aus der CDU und einer geschlossen ablehnenden AfD keine Mehrheit im Stadtrat. Die Frage, was aus den betroffenen Vereinen wird, habe für die AfD-Fraktion zu diesem Zeitpunkt offensichtlich keine entscheidende Rolle gespielt. Auch darauf folgende Beschlussvorlagen, die gemeinsam mit den Grünen, der SPD und der Linken eingebracht wurden, habe die AfD im Stadtrat ausdrücklich nicht mittragen wollen. In den Ausschüssen sei mehrfach deutlich gemacht worden, dass man bei der AfD eine Verpflichtung der Stadt für überflüssig halte und die Vereine sich im Zweifel selbst um neue Flächen kümmern müssten.
Eine Partei, die sich gern als Stimme des Ostens beziehungsweise als neue Volkspartei inszeniert, hat im konkreten Fall keinerlei Initiative für den betroffenen Verein ergriffen und sogar gegen eine verbindliche Absicherung gestimmt – und verschweigt dies nun bewusst in aktuellen Pressemeldungen, kritisiert der Fraktionsvorsitzende des BLS. Ein solches Verhalten senke die Maßstäbe politischer Ehrlichkeit, meint Rossmann, der Stadtrat sollte ein Ort sachlicher Entscheidungen im Interesse der Bürgerschaft sein und nicht Bühne für parteipolitische Inszenierungen oder für das Nachspielen von Konflikten aus der Landes- und Bundespolitik. Dies gelte für die gesamte Parteienlandschaft.
Für den entsprechenden Beschluss fanden sich schließlich Mehrheiten, auch durch Stimmen aus der CDU. Ohne diesen Beschluss gäbe es heute mit großer Wahrscheinlichkeit überhaupt keine strukturierte Suche nach einem neuen Standort für das Bowteam., schätzt Rossmann ein. Die aktuelle Situation rund um den Verein zeigt vor allem eines: Unsere damaligen Warnungen waren berechtigt. Wer Vereinsarbeit ernst nimmt, muss solche existenziellen Fragen verantwortungsvoll im Vorfeld klären, bevor Fakten geschaffen werden – nicht erst danach.
Als Stadtratsfraktion der Bürgerliste Südharz (BLS) und als Zusammenschluss parteiloser Bürgerinnen und Bürger werde man sich weiterhin dafür einsetzen, dass für das Bowteam eine tragfähige und rechtssichere Lösung gefunden wird.