Neues aus der Stadtbibliothek
Literatur im März
Mit Die Allee von Florentine Anders und Villa Rivolta von Daniel Speck kommt in März zwei mal zeitgenössische Literatur in den Nordhäuser Ratssaal...
Am Donnerstag, den 5. März kommt um 19:00 Uhr die Schriftstellerin Florentine Anders mit ihrem viel beachteten Roman Die Allee in die Stadtbibliothek. Es ist ein Roman über ihren Großvater Hermann Henselmann, den Stararchitekten der DDR. Jeder kennt seine Gebäude in Berlin, Leipzig oder Jena. Es ist ein aufwühlendes und geschichtssattes Buch, ungeheuer spannend und gut zu lesen.
Da ist der charismatische, von den Ideen des Bauhauses und der Avantgarde durchdrungene Idealist Hermann Henselmann, der nach dem Krieg zum Chefarchitekten Ost-Berlins aufsteigt und dort in Konkurrenz zu den West-Berlinern um Scharoun & Co. treten soll.
Der Berliner Fernsehturm, die Stalinallee, der Leipziger Uniturm sind mit seinem Namenuntrennbar verbunden. Der Preis freilich: Ständig muss er lavieren und manchmal auch zu Kreuze kriechen, um wenigstens die Grundlagen seiner modernistischen Ideen vor den stieseligen Vorstellungen der Politführung zu retten. Und da ist vor allem Henselmanns Frau Isi, hochbegabt, die auch als Architektin arbeiten will, aber mit einer auf acht Kinder anwachsenden Familie zu kämpfen hat, ständig die Scherben aufkehren muss, die ihr Mann hinterlässt, und sich zunehmend selbst emanzipiert. Und da ist die Tochter Isa, die sich der erstickenden Manipulation durch den cholerischen Vater entzieht, um ihren dornigen eigenen Weg in ganz anderen Milieus zu gehen. Und dann auch noch die eng verwandte Familie Robert Havemanns, bei dem Kompromisse wenig zählen und der sich der staatlichen Bevormundung komplett verweigert.
Auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse ist am Mittwoch, den 18. März um 19:00 Uhr Daniel Speck mit seinem gerade erschienenen Roman Villa Rivolta in der Stadtbibliothek zu Gast. Es geht um ein Kindheitsversprechen, ein Familiengeheimnis und eine unmögliche Liebe in den goldenen Jahren Italiens. Daniel Speck ist ein großartiger Autor, ein Sammler von Geschichten voller Dramatik und Spannung.
Daniel Specks erster Roman Bella Germania war das erfolgreichste deutsche Debüt des Jahres 2016 und stand 85 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Er handelt von einer deutsch-italienischen Familie in drei Generationen, in der sich die Nachkriegsgeschichte beider Länder spiegelt. Specks zweiter Roman Piccola Sicilia erschien 2018 und wurde ebenfalls zum Bestseller. Er spielt im gleichnamigen multikulturellen Hafenviertel von Tunis und wurde inspiriert von der wahren Geschichte eines deutschen Soldaten, der im Nordafrikafeldzug einem italienischen Juden das Leben rettete. Sein dritter Roman Jaffa Road aus dem Jahr 2021 ist die Fortsetzung.
Er erzählt von einer deutschen, einer israelischen und einer palästinensischen Familie in drei Generationen. In Rückblenden spielt die Handlung z. T. in der Zeit der Staatsgründung Israels und der Nakba. Speck verfasste unter anderem die Drehbücher für Meine verrückte türkische Hochzeit (2006), Maria, ihm schmeckt’s nicht! (2009). Seine Arbeit für die Pro-Sieben-Produktion Meine verrückte türkische Hochzeit wurde mehrfach ausgezeichnet. Beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden erhielt er 2006 den Preis der Jury und den 3sat-Zuschauerpreis. Es folgten der Grimme-Preis und der Bayerische Fernsehpreis für das beste Drehbuch. Beide Lesungen finden im Ratssaal des Bürgerhauses statt. Karten gibt es für in der Stadtbibliothek.
Am Donnerstag, den 5. März kommt um 19:00 Uhr die Schriftstellerin Florentine Anders mit ihrem viel beachteten Roman Die Allee in die Stadtbibliothek. Es ist ein Roman über ihren Großvater Hermann Henselmann, den Stararchitekten der DDR. Jeder kennt seine Gebäude in Berlin, Leipzig oder Jena. Es ist ein aufwühlendes und geschichtssattes Buch, ungeheuer spannend und gut zu lesen.
Da ist der charismatische, von den Ideen des Bauhauses und der Avantgarde durchdrungene Idealist Hermann Henselmann, der nach dem Krieg zum Chefarchitekten Ost-Berlins aufsteigt und dort in Konkurrenz zu den West-Berlinern um Scharoun & Co. treten soll.
Der Berliner Fernsehturm, die Stalinallee, der Leipziger Uniturm sind mit seinem Namenuntrennbar verbunden. Der Preis freilich: Ständig muss er lavieren und manchmal auch zu Kreuze kriechen, um wenigstens die Grundlagen seiner modernistischen Ideen vor den stieseligen Vorstellungen der Politführung zu retten. Und da ist vor allem Henselmanns Frau Isi, hochbegabt, die auch als Architektin arbeiten will, aber mit einer auf acht Kinder anwachsenden Familie zu kämpfen hat, ständig die Scherben aufkehren muss, die ihr Mann hinterlässt, und sich zunehmend selbst emanzipiert. Und da ist die Tochter Isa, die sich der erstickenden Manipulation durch den cholerischen Vater entzieht, um ihren dornigen eigenen Weg in ganz anderen Milieus zu gehen. Und dann auch noch die eng verwandte Familie Robert Havemanns, bei dem Kompromisse wenig zählen und der sich der staatlichen Bevormundung komplett verweigert.
Auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse ist am Mittwoch, den 18. März um 19:00 Uhr Daniel Speck mit seinem gerade erschienenen Roman Villa Rivolta in der Stadtbibliothek zu Gast. Es geht um ein Kindheitsversprechen, ein Familiengeheimnis und eine unmögliche Liebe in den goldenen Jahren Italiens. Daniel Speck ist ein großartiger Autor, ein Sammler von Geschichten voller Dramatik und Spannung.
Daniel Specks erster Roman Bella Germania war das erfolgreichste deutsche Debüt des Jahres 2016 und stand 85 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Er handelt von einer deutsch-italienischen Familie in drei Generationen, in der sich die Nachkriegsgeschichte beider Länder spiegelt. Specks zweiter Roman Piccola Sicilia erschien 2018 und wurde ebenfalls zum Bestseller. Er spielt im gleichnamigen multikulturellen Hafenviertel von Tunis und wurde inspiriert von der wahren Geschichte eines deutschen Soldaten, der im Nordafrikafeldzug einem italienischen Juden das Leben rettete. Sein dritter Roman Jaffa Road aus dem Jahr 2021 ist die Fortsetzung.
Er erzählt von einer deutschen, einer israelischen und einer palästinensischen Familie in drei Generationen. In Rückblenden spielt die Handlung z. T. in der Zeit der Staatsgründung Israels und der Nakba. Speck verfasste unter anderem die Drehbücher für Meine verrückte türkische Hochzeit (2006), Maria, ihm schmeckt’s nicht! (2009). Seine Arbeit für die Pro-Sieben-Produktion Meine verrückte türkische Hochzeit wurde mehrfach ausgezeichnet. Beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden erhielt er 2006 den Preis der Jury und den 3sat-Zuschauerpreis. Es folgten der Grimme-Preis und der Bayerische Fernsehpreis für das beste Drehbuch. Beide Lesungen finden im Ratssaal des Bürgerhauses statt. Karten gibt es für in der Stadtbibliothek.
