VG Bleicherode wird für Aufholjagd nicht belohnt

Am Punktgewinn geschnuppert

Die Volleyballerinnen aus der Kalistadt mussten am Wochenende die lange Reise zum VV70 Meiningen antreten. Die Mädels verkauften sich teuer, versäumten es in den entscheidenden Phasen jedoch, sich für ihren Aufwand mit etwas Zählbarem zu belohnen...

So ging es nach 111 Spielminuten mit einem 1:3 im Gepäck zurück auf die Heimreise gen Südharz. Die VGB Damen stecken weiter im Abstiegskampf, i der Tabelle beträgt der Abstand auf die „rote Zone“ lediglich zwei Punkte.

Nach der langen Fahrt tat sich die Kretzschmar-Sechs schwer sich ins Spielgeschehen einzufinden und wurde phasenweise von den Gastgeberinnen völlig überrumpelt. Die deutliche 12:25 Klatsche rüttelte jedoch die Bleicheröder Damen richtig wach. Wie ausgewechselt setzten sie jetzt mit druckvollen und platzierten Aufschlägen die Akzente, parallel dazu führte eine stabile Annahme für den verdienten Ausgleich nach Sätzen (25:22).

Auf der Woge des Erfolges wurde sich im dritten Abschnitt erneut eine klare 15:8 Führung erspielt, aus unerklärlichen Gründen brach dann urplötzlich Hektik auf dem Spielfeld aus. So wurde das Zepter auf dem Spielfeld an die Meininger Damen abgegeben, der große Vorsprung schmolz zügig dahin und war nach 27 Minuten beim 23:25 endgültig verspielt.

Ein völlig anderes Szenario bot sich allen Beteiligten dann im vierten Satz. Jetzt sahen die Gastgeberinnen lange Zeit wie der sichere Sieger aus, der VG Bleicherode drohte beim 10:22 ein Debakel. Wie aus dem Nichts spielten gaben plötzlich die Mädels aus der Kalistadt den Ton in der Meininger Multihalle an. Jenny Bierwisch servierte neun Aufschläge am Stück, darüber hinaus laut Trainer Kretzschmar: „erwischte Adriane Grunig einen Sahnetag und machte im Schnellangriff über die Netzmitte sowie im Mittelblock so ziemlich jeden Ball kaputt“.

Gleichzeitig hatten Laura Pezely, Josefine Varges, Celina Kaufhold, Lena Hampl, Katharina Hunold, Kapitänin Juliana Mehler und Libera Lisa Wegemann jetzt ihre beste Phase der Partie. Beim 24:24 war plötzlich wieder ein Punktgewinn in Reichweite, in den letzten Spielzügen spielte dann der VV70 seine Erfahrung mit ehemaligen höherklassig agierenden

Spielerinnen aus und machte mit 26:24 den Sack mit den Siegpunkten endgültig zu. Coach Kretzschmar zog auf der Heimfahrt folgende Bilanz: „Diese ständigen Aufs und Abs sind zu gravierend, das kostet uns viele Punkte, heute war auch mindestens einer drin. Wir sind trotzdem mit gutem Gefühl nach Hause gefahren, mit einer vergleichbaren Leistung sollte nächste Woche in Weimar ein Punktgewinn möglich sein.