Sonderschau „Einheit in Vielfalt“ startet im Stadtmuseum Bad Langensalza

Zehn Künstler aus drei Generationen in einer Ausstellung

Freitag
26.05.2023, 15:25 Uhr
Autor:
osch
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Nicht mit einer festlichen Vernissage, sondern mit einem Pressegespräch begann gestern Nachmittag im städtischen Museum von Bad Langensalza die Kunstausstellung „Einheit in Vielfalt“. Neben Museumsdirektor Stefan Schuchardt warteten eine Galeristin und gleich vier Künstler auf die Medienvertreter

Die Galeristin Elke Gatz-Hengst mit "ihren" Künstlern Khaled Arfeh, Max Rossner, Conrad Seyfarth und Erik Buchholz (v.l.n.r.)  (Foto: oas) Die Galeristin Elke Gatz-Hengst mit "ihren" Künstlern Khaled Arfeh, Max Rossner, Conrad Seyfarth und Erik Buchholz (v.l.n.r.) (Foto: oas)

Die Weimarer Galeristin Elke Gatz-Hengst nutzte und erweiterte ihre derzeitig in einer Weimarer Kunsthalle laufende Exposition zum Jubiläum des Malers und Hochschullehrers Gottfried Schüler, dessen Geburtstag sich im Mai zum einhundertsten Male jährte, für eine kleine, aber feine Ausstellung in den Räumen des Bad Langensalzaer Stadtmuseums. Die „Einheit“ in der Vielfalt der zehn hier präsentierten Künstler liegt in ihrem Studienort Weimar. War Gottfried Schüler noch ein richtiger Bauhausschüler der ersten Generation, so sind die gestern in die Rosenstadt gekommenen vier Künstler Vertreter der neuen Ära Weimarer Kunststudien nach der Wende. Erik Buchholz als derjenige, der mit der Wiederaufnahme der künstlerischen Studienrichtungen in Weimar 1993 einer der ersten Absolventen der neuen Kunsthochschule wurde, der Syrer Khaled Arfeh als Bildhauer, der im Jahre 2006 nach Weimar kam um sich der Malerei zuzuwenden und die beiden jüngeren Diplomkünstler Conrad Seyfarth und Max Rossner, die sich augenblicklich den verschiedenen Druckgrafiken verschrieben haben. Sie gaben Einblicke in ihren persönlichen Werdegang und ihre Herangehensweisen, die wir hier jedoch nicht wiedergeben wollen, denn alle vier kommen am Sonntag, dem 18. Juni erneut nach Bad Langensalza, um ab 14.30 Uhr vor ihren Exponaten einem interessierten Publikum Rede und Antwort zu stehen.

Eine Brücke wollten Elke Gatz-Hengst und Stefan Schuchardt mit der Sonderschau kleiner und mittlerer Formate aber auch zum Langensalzaer Maler Rolf Dieß schlagen, der ebenfalls in Weimar studierte und dort Kommilitone von bedeutenden Künstlern wie Alfred T. Mörstedt, Philip Oeser und Gerhard Altenbourgh war. An das traurige Schicksal des Malers erinnerte gestern noch einmal Dr. Reiner Schlegelmilch vom Kunstwestthüringer Verein während der Pressegesprächs. Zehnter Künstler im Bunde ist bei „Einheit in Vielfalt der Stuttgarter Mathias Baumann, der ebenfalls in Weimar studierte.

Dieß Werke und die anderer Langensalzaer Maler wieder in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit zu rücken ist ein Kernanliegen von Museumsleiter Schuchardt, der die Ausstellung in seinen Räumen im zweiten Obergeschoss des Hauses als „sehr schön“ beschreibt und gern weitere Gegenwartskünstler nach Bad Langensalza holen möchte.

Noch bis zum 30. Juli können die 35 Exponate der zehn Künstler besichtigt werden, denen dem Künstlergespräch am 18. Juni soll eine weiteres am Sonntag, dem 16. Juli angeboten werden und auch wenn es keine Vernissage gab, so wird doch am vorletzten Julitag eine zünftige Finnissage im Stadtmuseum die Ausstellung beenden.
Olaf Schulze