Kommunalminister Georg Maier zu Gast in Bad Tennstedt

„Kurorte brauchen Extrageld vom Land“

Donnerstag
20.04.2023, 14:01 Uhr
Autor:
red
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Bei seinem Besuch in Bad Tennstedt hat Thüringens Kommunalminister Georg Maier gestern die zusätzliche Unterstützung des Landes für Thüringer Kurorte („Kurlastenausgleich“) gelobt...

Minister Georg Maier (2. v. r.) zu Besuch in Bad Tennstedt (Foto: Madlen Bohn) Minister Georg Maier (2. v. r.) zu Besuch in Bad Tennstedt (Foto: Madlen Bohn)

2016 war die zusätzliche finanzielle Unterstützung von der rot-rot-grünen Landesregierung eingeführt worden. „Kurorte haben viele Ausgaben. Sie müssen den Kurpark pflegen, die Kureinrichtungen in Schuss halten, da brauchen die Kommen das Extrageld.“ Maier sprach sich dafür aus, diese besondere finanzielle Unterstützung des Landes auch in den nächsten Jahren beizubehalten, was bei Bad Tennstedter Lokalpolitikern auf Zustimmung stieß. „Früher hatten wir hier mehrere Mäzene. Heute haben wir nur noch einen, und das ist die Landesregierung“, sagten sie.

Der Kommunalminister war auf Einladung des Bad Tennstedter Bürgermeisters Jens Weimann in die 2500-Einwohner-Stadt gekommen. „Ich kannte die Türme der Stadt nur vom Vorbeifahren. Jetzt war es an der Zeit, sie mal aus der Nähe zu bewundern“, sagte Maier. Der Bürgermeister und vier Mitglieder des Stadtrates machten mit ihm einen Rundgang durch den Kurort und zeigten die Sehenswürdigkeiten wie das Brückentor und Trinitatis-Kirche. Dabei sprachen sie auch Probleme an.

Vor allem der fehlende Anschluss an den „Unstrut-Radweg“ sei hemmend für den Tourismus in der Stadt, meinten sie. Seit Jahren würde um den Neubau des „Radweges Thüringer Becken“ gerungen, der auf einer ehemaligen Bahntrasse von Straußfurt über Bad Tennstedt nach Herbsleben verlaufen soll.

Doch wegen Natur- und Artenschutzproblemen gebe es bisher keine Baugenehmigung. Maier äußerte sein Unverständnis. „Bei solch einem naturbelassenen Tourismus wie dem Radtourismus verstehe ich die Verzögerung nicht“, sagte er.

Kommunalminister Georg Maier hat die zusätzliche finanzielle Unterstützung des Landes für Thüringer Kurorte gelobt. Bei einem Besuch im Schwefelquellort Bad Tennstedt sprach er sich für die Beibehaltung des Kurlastenausgleichs aus. Dieser war 2016 von der rot-rot-grünen Landesregierung eingeführt worden. In die kleine Kurstadt im Unstrut-Hainich-Kreis war Maier von Bürgermeister Jens Weimann eingeladen worden.

Gemeinsam mit Stadträten führte das ehrenamtliche Stadtoberhaupt den Minister zu den Sehenswürdigkeiten der Kurstadt, die in zwei Jahren 1250 Jahre Ersterwähnung feiert. Um den Tourismus anzukurbeln, erhoffen sich die Lokalpolitiker einen schnellen Anschluss an den Unstrut-Radweg. Maier findet das eine sehr gute und unterstützenswerte Idee.