Aus der Arbeit der Autobahnpolizei

Straßenbahn auf der Autobahn verunglückt

Dienstag
22.11.2022, 17:31 Uhr
Autor:
red
veröffentlicht unter:
Ein Schwerlasttransporter (SLT) rutschte heute Morgen samt einer geladenen Straßenbahn auf der A9 bei Triptik eine 10 Meter tiefe Böschung neben der Autobahn herunter. Die Bergungsarbeiten erweisen sich als kompliziert

Verunglückter Schwerlasttransporter hatte eine Straßenbahn geladen (Foto: Autobahnpolizei) Verunglückter Schwerlasttransporter hatte eine Straßenbahn geladen (Foto: Autobahnpolizei)

Der 53-jährige Fahrer verlor auf Höhe Triptis die Kontrolle über sein Fahrzeug und durchbrach die rechte Leitplanke. Der LKW rutschte mit der Ladung eine etwa zehn Meter tiefe Böschung hinab. Durch den Unfall wurde der Fahrzeugführer verletzt. Die Ladung war von Halberstadt nach Mannheim unterwegs. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 2,5 Millionen Euro.

Die Bergung gestaltet sich aufgrund der Maße und Gewichte von Ladung und SLT sowie der Entfernung zur geeigneten Bergestelle als schwierig. Um die Bergung der 42 Meter langen Straßenbahn zu ermöglichen, wird diese durch eine Spezialfirma in fünf Segmente aufgetrennt. Das Bergeunternehmen wird die Wagons nachfolgend aufrichten und mit einem Fahrzeugkran aus der Böschung heben, gleiches gilt für den verunfallten LKW und dessen Auflieger. Für den Abtransport stehen fünf entsprechende Tieflader bereit.

Der Parkplatz Rodaborn Richtung München wird zur Absicherung der Bergung benötigt und ist deshalb voll gesperrt. An der Unfallstelle sind die zwei rechten Fahrstreifen gesperrt. Der linke Fahrstreifen soll bis auf kurzzeitige Sperrungen befahrbar bleiben. Die Arbeiten an der Unfallstelle werden mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Hinweis: Die Richtungsfahrbahn München wird im Zeitraum der Bergung im betroffenen Bereich für Fahrzeuge über 3,5 Meter Breite gesperrt.


Update, 23.11. 10.14 Uhr Die Polizei meldet, das die Bergungsarbeiten abgeschlossen werden konnten: Dank des professionellen und engagierten Handelns aller Beteiligten erfolgte die Bergung außerordentlich zügig und reibungslos. Alle damit verbundenen Maßnahmen waren bereits 04:30 Uhr abgeschlossen. Die Einschränkungen für den Verkehrsfluss konnten auf ein Minimum reduziert werden. Aktuell ist der rechte Fahrstreifen noch gesperrt, da die Leitplanke im Unfallbereich heute instandgesetzt wird. Nach derzeitiger Schätzung wird die Reparatur der Leitplanke etwa bis 17.00 Uhr andauern. Der Parkplatz Rodaborn bleibt ebenfalls gesperrt. Es werden noch aufwendige Arbeiten zur Aufbereitung der Böschung und zur Entfernung des mit Betriebsstoffen kontaminierten Erdbodens erfolgen.