Gedenken in Nordhausen - anders

Neue Wege des Gedenkens gehen - das war das Ansinnen von vielen Nordhäusern mit Blick auf den 69. Jahrestag der Zerstörung der Rolandstadt durch britische Bomben. Hier wurde gedacht, gelesen, geschwiegen und - gegangen...

Bild: Beginn des Gedenkweges vor der Frauenbergkirche
Beginn des Gedenkweges vor der Frauenbergkirche (Foto: nnz)

Nach einer ökumenischen Andacht in der Nordhäuser Frauenbergkirche und einer Ansprache von Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh im Anschluss daran, wurde der Zug der rund 200 Menschen von sechs Schülerinnen angeführt, die Kerzen trugen.

Die Kerzen sollten an die Opfer von Zerstörung in Nordhausen, Dresden, Halberstadt, London- Liverpool und Coventry erinnern. Auf dem Petersberg und am Petriturm lasen eine Schülerin der Käthe-Kollwitz-Schule und ein junger Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus Zeitzeugenberichten und Gedichten.

Der Weg des Gedenken endete schließlich mit einer Schweigeminute an der Stele vor dem Nordhäuser Rathaus.

Es war die Premiere dieses etwas anderen Gedenkens, dieser etwas anderen Kultur dazu, wie es der Oberbürgermeister ausdrückte. Sie ist geglückt, wenn dieses Wort an dieser Stelle erlaubt ist. Sie ist verbesserungswürdig. Wie wäre es mit einem Beginn um 18 Uhr, damit wirklich auch derjenige die Chance einer Teilnahme hat, der bis 16 Uhr oder 17 Uhr arbeitet?
Peter-Stefan Greiner
    
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