nnz-Forum: Lebenswerte Initiative
Die Initiatoren Uta Triebel, Alfred Stöber und Jörg Arnsmeyer verdienen Respekt und haben meine volle Unterstützung. Auch ich werde meinen Namen auf die Unterschriftenliste setzen.
Die vom Nordhäuser Stadtrat vor einigen Wochen mit Stimmenmehrheit abgesegnete und den Menschen als "Kompromisslösung" suggerierte Bezeichnung "Bürgerhaus" ist in der Tat eine "Allerweltsname", wie es zahlreiche Bürger in Stellungnahmen und Kommentaren bekundet haben. Es ist ein Name, der an Kneipenkultur und Biergemütlichkeit erinnert. Nicht aber an einen Sitzungsort einer kommunalen Volksvertretung, einer Bibliothek und einer Heimstatt zur kulturellen Begegnung.
Ich persönlich – und da bin ich bei weitem nicht der einzige – habe mit der "Bunker-Architektur" ohnehin meine Probleme. Aber Architektur ist natürlich auch Ansichtssache. Nun aber steht das Gebäude und sollte zumindest trotz zahlreicher Planungsfehler sinnvoll genutzt werden und einen geschichtsbezogenen Namen erhalten. Also, so schnell wie irgend möglich weg mit "Bürgerhaus".
Unsere gegenwärtigen Stadtväter und -mütter sollten nie vergessen, dass ihnen das Volk nur zeitlich begrenzte Macht verliehen hat, nämlich für die Zeit einer Legislaturperiode. Sie haben den Willen ihrer Wähler zu vertreten. Mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen im Mai sollten die Bürgerinnen und Bürger verstärkt die Möglichkeit nutzen, die Kandidaten zu befragen, wie sie zu dieser Angelegenheit stehen und ob sie bereit sind, verstärkt "das Ohr an der Masse" zu haben und Volkes Willen umzusetzen. Es könnte sich lohnen...
Hans-Georg Backhaus, Mitglied der SPD