Karin Kisker stellt aus
Sie studierte Kunst und Germanistik an der Universität in Greifswald. Dort lehrt man bis heute intensiv die hohe Kunst des Zeichnens. Diese Ausbildung kam ihrer Begabung entgegen, denn Bleistift und Kugelschreiber gehören seit frühen Kindertagen zu ihren Stammutensilien. Hinzu kommt das Hantieren mit Farbe, wobei sie ausgiebig auch ihrer Experimentierfreude frönt.
Caspar David Friedrich, der große Künstlersohn der Stadt Greifswald, vertrat die Ansicht, dass das, was man real sieht, nur der Anlass zum Zeichnen und Malen sein kann. Allein derjenige, der Gesehenes aus sich heraus zum Bild fügen kann, verdient es, Künstler genannt zu werden. Karin Kiskers Bilder stehen in dieser Auffassung von Kunst.
Das Phänomen der Zeit beschäftigt die Künstlerin seit 1997 besonders intensiv,. Damals begann sie, jedem Tag bis hin zur Jahrtausendwende ein Bild zu widmen, dem sie einen Text hinzu gab. Insgesamt entstanden 1001 Kunstwerke.
Was es mit diesen Bezeichnungen auf sich hat und manches andere aus ihrer Lebenswelt wird bei der Ausstellungseröffnung im Zwiegespräch gelüftet. Manchmal weiß man nicht, wohin der Geist das Denken scheucht! (K. K.), so das Motto dieses Teils der Ausstellung in der Dichterstätte.
Anschließend wird in einem Programm der österreichische Dichter Nicolaus Lenau (1802-1850) vorgestellt, ein Großer seiner Zunft.
Heidelore Kneffel