nnz-Forum: Heute bei der Post

Über die Zustände auf dem Nordhäuser Postamt hatte die nnz in den vergangenen Jahren oftmals berichtet. Geändert hat sich vermutlich nicht viel, wie die Erfahrungen einer nnz-Leserin aufzeigen...


Wer glaubt dass ein Unternehmen wie die Deutsche Post lernfähig ist, wenn auch nur langsam, der konnte sich heute vom Gegenteil überzeugen. Ca. 20 Kunden verbrachten 25 Minuten bei der Post, weil lediglich an einem Schalter die wartenden Kunden bedient wurden. Eine weitere Mitarbeiterin war mit einem einzelnen älteren Kunden ca. 15 Minuten beschäftigt, sicher wollte sie ihm ein neues Girokonto verkaufen oder ihn vom Stromwechsel überzeugen. Beides habe ich gerade beim Zielpublikum „Rentner“ schon öfter miterlebt.

So versuchte also eine Mitarbeiterin den Ansturm in der Mittagszeit zu bewältigen, was ihr nicht gelingen wollte. Es ist aber auch seltsam, das die Postmitarbeiter wissen, wann ihre eigene Mittagspause beginnt, aber jeden Tag aufs Neue überrascht sind, dass da soviel Menschen in kurzer Zeit kommen!? Eine Verlegung der Mittagspausenzeiten der Angestellten jedes Wirtschaftsunternehmens wäre nach einmaligem Vorkommen die Reaktion, nicht bei der Post! Dort bleibt alles beim Alten - keine guten Vorsätze für das Neue Jahr. Nein, schön Pause machen, während sich die Kunden die Beine in den Bauch stehen.

Liebe Deutsche Post, es war schon nicht unser Kundenwunsch, das ihr später öffnet, aber das wir nun auch noch unsere Mittagapause bei euch verbringen, weil eure Kollegen essen gehen, das ist nicht das, was wir unter Service verstehen. Die Hälfte der Kunden würde euch in der Mittagszeit auch nicht belästigen, wenn ihr versuchen würdet, die Päckchen und Paket beim Nachbarn abzugeben, so wie es Hermes, DPD und all die anderen Paketzusteller doch auch tun.
Claudia Hünger