Revanche?

Sie wollten gleich eine mehrfache Revanche - die Nordhäuser Boxer. Einerseits für das Remie in der eigenen Halle in der zweiten Bundesliga, anderserseits für die Niederlage in Hannover in der ersten Bundesliga. nnz-tv mit einem Bericht über eine geglückte Mission...


Für's iPhone & Co.


Und in der Tat, zwar wurde seitens der Boxverantwortlichen des NSV ganz bklar die Devise einer Revanche ausgegeben, doch Honnover Seelze ist und bleibt eine Boxfestung, die den Nordhäuser schon einmal ein Remie in der eigenen Halle abgetrotzt hatte. Heute jedoch brannten alle auf eine Wiedergutmachung der Niederlage in Hannover in dieser ersten Bundesliga. Und wie stark diese Nordhäuser Boxstaffel ist, belegt die Tatsache, dass viele Fauskämpfer bei den deutschen und den ungarischen Meisterschaften erfolgreich waren. und die am Samstagabend noch einmal geehrt wurden.

Und schon im ersten Kampf deutete sich die Überlegenheit der Gastgeber aus dem Südharz an. Konnte Salomon N’tuve seinen Kampf schon einmal in Nordhausen gewinnen, so hatte ihn Sopa Kastriot an diesem Abend über drei Runden hinweg fest im Griff. Und Cheftrainer Konrad Werner ahnte bereits das Resultat.

Einen besseren Einstand konnten sich die rund 1.000 Boxfans in der fast ausverkauften Ballspielhalle in Nordhausen nicht wünschen und waren gespannt, wie sich Tobias Tatai im Leichtgewicht schlagen würde. Der löste seine Aufgabe bravourös, was auch Konrad Werner konstatierte....

Doch eine klar Sache war es am Ende nicht. Vielmehr mussten die Punkte geteilt werden.


Das allerdings sollte sich danach mit Halbweltergewicht ändern. David Müller hatte seinen Gegner stets im Griff, ließ überhaupt nichts anbrennen und konnte mit seinem Punktsieg den Vorsprung der Nordhäuser auf 11 zu 9 ausbauen.

Das wiederum war eine hervorragende Ausgangssituation für einen der Publikumslieblinge – für Balazs Baczkai, den ungerischen Meister. Mit diesem Sieg ging es mit einem 12 zu 9 Zwischenstand in die Pause, in der eine Dame und ein Herr dem Publikum zeigten, dass Klamottenwechsel nur eine Frage des Trainings und der Organisation sein kann...

Nach dem modischen Dressing wurde dann wieder geboxt und auch Xhek Paskali erwies sich an diesem Samstagabend als eine sichere Bank. Der Mittelgewichtler dominierte seinen Gegner nach Belieben und konnte als verdienter Sieger das Seilquadrat verlassen. Auch Yasin Basar brachte seinen Beitrag zu dieser erfolgreichen Boxnacht ein. Er siegte nach Punkten im Halbschwergewicht und damit war die Box-Angelegenheit Hannover eigentlich schon gegessen. Nicht mehr einzuholen, hatten die Nordhä user nicht nur ihre Revanche, sondern auch den sicheren Sieg in der Tasche.

Für Aufregung sorgte das Urteil des Ringrichters im Schwergewichtskampf von Joszef Darmos gegen den Hannoveraner Eugen Schellenberg. Erst wurde Schellenberg angezählt, dann jedoch wurde der NSV-Boxer disqualifiziert, er soll nach der Unterbrechung des Fights noch einmal zugeschlagen haben.

Der junge Avdi Asllani hatte im Superschwergwicht keine Chance gegen seinen Kontrahenten aus Hannover, doch das Werfen des Handtuchs konnten die Zuschauer durchaus verschmerzen. Und Konrad Werner fasst aus seiner Sicht diesen spannenden und erfolgreichen Boxabend noch einmal zusammen.


Und während die Boxer sich selbst feiern und vom Publikum gefeiert werden, fragen wir Box-Abteilungsleiter Mathias Geidel nach der Bedeutung dieses Siegs.

Und wie immer gab es dann für alle Fotografen und sonstigen Fans des Nordhäuser Boxsports das vorweihnachtliche Gruppenfoto einer siegreichen Boxstaffel. Kurzes Fazit: Revanche geglückt.