Angeschnitten
Für's iPhone & Co.
Das ist es – das Objekt der Begierde. Der sechs Meter langen und mehr als 20 Einzelstücken bestehende Riesenstollen, mit dessen Anschnitt der traditionelle Weihnachtsmarkt in Nordhausen eröffnet wird. Und neben der Presse, Funk und Fernsehen kamen auch einige Hundert alte und junge Nordhäuser, um diesem feierlichen Akt beizuwohnen. Aus Erfahrung vieler Weihnachtsmarkt-Eröffnungen weiß der Autor dieses Beitrages, dass die meisten wegen der Stolle hier waren.
Und es war dann kurz vor 16 Uhr, als Oberbürgermeisterin Barbara Rinke mit den Männern des Bergmannvereins St. Barbara an der Blasiikirche eintraf.
Diesmal hatte der Bärtige seinen Schlitten in einen Wagen der Harzer Schmalspurbahnen gepackt und in Nordhausen in eine Werkstatt gebracht, um Räder anbauen zu lassen.
Und dann, zehn Minuten nach 16 Uhr war es soweit. Zum letzten Mal als Oberbürgermeisterin schnitt Barbara Rinke den Stollen an und verteilte die Stücken. Gott sei Dank durften – dank der Organisatoren – diesmal zuerst die Kleinsten Besucher des Weihnachtsmarktes ran. Im Hintergrund sammelten sich allerdings bereits die betagteren Nordhäuser, die vereinigten Rentner, zum Angriff auf die sechs Meter Weihnachtsgebäck. Und dann wurde es eng.
Fast vie Wochen lang werden frohgelaunte Händler und Schausteller die Gäste des Nordhäuser Weihnachtsmarktes empfangen. Werden sie mit Kaffee, Gebäck, Glühwein versorgen, das Cafe Kila hat sein Domizil im Pfarrhaus neben der Kirche aufgeschlagen vielleicht, ja vielleicht, gibt es bis zum Heiligen Abend doch noch etwas Schnee.