Ortsteile profitieren, auf dem Sportzentrum am Göldner wird erweitert
Die Entscheidung ist gefallen: Im Ratssaal der Stadt Sondershausen wurde heute das Ergebnis für das Bürgerbudget 2026/2027 bekanntgegeben. Insgesamt 2.701 Stimmen wurden für die eingereichten Projekte abgegeben. Das entspricht einer Beteiligung von 15,76 Prozent der insgesamt 17.143 stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger...
Freuen sich für die Gewinner des diesjährigen Bürgerbudgets (v.l.n.r.): Tobias Schneegans, Jens Koschinek, Manfred Kucksch, Andreas Hartung-Schettler, Lars Boltze, Bürgermeister Steffen Grimm und Stefan Aschenbrenner. (Foto: Janine Skara)
Bei der Bekanntmachung waren Bürgermeister Steffen Grimm, Verwaltungsleiter Stefan Aschenbrenner sowie die Stadträte Andreas Hartung-Schettler (AfD), Jens Koschinek (Die Linke), Manfred Kucksch (SPD), Tobias Schneegans (VS) und Lars Boltze (CDU).
Die meisten Stimmen erhielt der Vorschlag zur Errichtung eines Tret- und Kneipp-Beckens in Schernberg. Mit genau 500 Stimmen setzte sich das Projekt auf Platz eins.
Auf Platz zwei folgt die Renovierung des Sportplatzes beziehungsweise Sportlerhäuschens in Großberndten mit 339 Stimmen. Den dritten Platz belegt die Erneuerung der Einfriedung am Sportplatz Berka mit 294 Stimmen. Platz vier geht an die Errichtung einer Multifunktionshütte am Sportzentrum Am Göldner in Sondershausen mit 283 Stimmen.
Mit 257 Stimmen erreichte die Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses Himmelsberg im Bereich Eingangsbereich und Flur den fünften Platz. Platz sechs belegt die Reinigungsmaschine für das Dorfgemeinschaftshaus Großfurra mit 162 Stimmen.
Das Verhältnis zwischen Onlineabstimmung und der Stimmabgabe in Papierform ist nahezu gleich: Insgesamt wurden 1.365 Stimmen online und 1.336 Stimmen in Papierform abgegeben. Damit entfielen rund 51 Prozent der abgegebenen Stimmen auf die Online-Abstimmung und rund 49 Prozent auf die Abstimmungsformulare.
Das Bürgerbudget lebt davon, dass die Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden können, welche Projekte ihnen für ihre Stadt und ihre Ortsteile besonders wichtig sind, sagt Bürgermeister Steffen Grimm. Mit 2.701 abgegebenen Stimmen haben sich in diesem Jahr wieder viele Sondershäuserinnen und Sondershäuser an der Abstimmung beteiligt. Mein Dank gilt allen, die einen Vorschlag eingereicht, für ein Projekt geworben oder ihre Stimme abgegeben haben.
Der Weg zum diesjährigen Bürgerbudget begann bereits im Frühjahr. Bis zum 31. Mai 2026 konnten Vorschläge eingereicht werden. Insgesamt gingen 18 Anträge ein. Nach Prüfung der Vorschläge waren 14 für das Abstimmungsverfahren zugelassen. Vom 1. August bis zum 13. September 2026 konnten die Sondershäuserinnen und Sondershäuser schließlich über die eingereichten Vorschläge abstimmen.
Für das Bürgerbudget stehen jedes Jahr insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. Die Gesamtkosten der Gewinner betragen 51.790 Euro und liegen damit 1.790 Euro über dem Budget. Nach Rücksprache zwischen der Stadtverwaltung und den anwesenden Stadträten wird diese Summe von der Stadt Sondershausen zusätzlich übernommen. Insgesamt hatten alle zugelassenen Vorschläge ein Investitionsvolumen von 113.390 Euro.
Für das Bürgerbudget 2026/ 2027 werden folgende Vorschläge im Rahmen der Haushaltssatzung 2027 berücksichtigt:
Errichtung eines Tret-/Kneipp-Beckens in Schernberg – 500 Stimmen
Renovierung des Sportplatzes/Sportlerhäuschens in Großberndten – 339 Stimmen
Erneuerung der Einfriedung am Sportplatz Berka – 294 Stimmen
Errichtung einer Multifunktionshütte am Sportzentrum Am Göldner – 283 Stimmen
Reinigungsmaschine für das DGH Großfurra – 162 Stimmen
Die Beteiligung am Bürgerbudget war in diesem Jahr so hoch wie noch nie seit seiner Einführung. Mit 2.701 abgegebenen Stimmen und einer Beteiligung von 15,76 Prozent wurde der bisherige Höchststand deutlich übertroffen. Zum Vergleich: 2025 wurden 1.842 Stimmen (10,68 Prozent) abgegeben, 2024 waren es 1.894 Stimmen (10,82 Prozent) und 2023 insgesamt 2.261 Stimmen (12,87 Prozent). Damit zeigt sich in diesem Jahr ein deutlich gestiegenes Interesse der Sondershäuserinnen und Sondershäuser, sich über das Bürgerbudget an der Gestaltung ihrer Stadt und Ortsteile zu beteiligen.