2. Hospiz- und Palliativtag bringt mehr als 400 Menschen zusammen
Vergangene Woche fand der 2. Eichsfelder Hospiz- und Palliativtag in Leinefelde statt. Mehr als 400 Teilnehmer sowie über 30 Aussteller kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Hospiz- und Palliativversorgung auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen...
Bereits zu Beginn setzte das Polizeiorchester des Freistaates Thüringen mit einer musikalischen Eröffnung einen feierlichen Rahmen für die Veranstaltung. Nach der offiziellen Begrüßung durch die Koordinatorin des Netzwerkes, Christina Hoch, erwartete die Teilnehmer*innen ein vielseitiges Programm mit drei unterschiedlichen Perspektiven auf die Hospiz- und Palliativarbeit. Den Auftakt des Fachprogramms machte Prof. Dr. Heidrun Golla aus Göttingen mit ihrem Vortrag Besonderheiten neurologischer Patienten in der Palliativversorgung. Sie ging auf die besonderen Herausforderungen bei der Begleitung neurologisch erkrankter Menschen ein und gab Einblicke in die palliative Versorgung dieser Patientengruppe.
Hospiz- und Palliativtag in Leinefelde (Foto: Eichsfeld Klinikum)
Anschließend sprach Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther aus Göttingen zum Thema In Würde leben zu dürfen bis zum letzten Tag – das ist kein frommer Wunsch, sondern ein Menschenrecht. Im Mittelpunkt seines Vortrags standen die Bedeutung von Würde und die Frage, was Menschen bis zum Lebensende ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben ermöglichen kann.
Den Abschluss des Vortragsprogramms gestaltete Pater Dr. theol. Anselm Grün OSB, Benediktinerpater aus Münsterschwarzach, mit seinem Vortrag Trauern heißt Lieben. Er widmete sich der Bedeutung von Trauer und der Verbindung zwischen Liebe, Abschied und dem Umgang mit Verlust.
Neben den Fachvorträgen stand insbesondere der persönliche und fachliche Austausch im Mittelpunkt. In den Pausen nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Netzwerken und zum Besuch der Fachausstellung mit mehr als 30 Aussteller. Besondere Aufmerksamkeit erhielten zudem die Fotoausstellung zur täglichen Hospizarbeit sowie die Aktion Before I die …, bei der persönliche letzte Wünsche festgehalten und im Rahmen des Hospiz- und Palliativtages präsentiert wurden.
Der Austausch und die vielen persönlichen Begegnungen haben den Tag besonders gemacht, resümiert Christina Hoch. Wir sind dankbar für die große Resonanz. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Sponsoren und Unterstützer, die die Durchführung des 2. Eichsfelder Hospiz- und Palliativtages ermöglicht haben, sowie allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer*innen vor und hinter den Kulissen.