Knapp 200 Freunde klassischer, geländegängiger Motorräder kamen heute auf dem Gelände der Nordhäuser Ziegelei zusammen, um sich und ihre Maschinen im Gelände einem Stresstest zu unterziehen. Auf der 8. Internationalen Zuverlässigkeitsfahrt ging es drei mal im Rundkurs über Petersdorf und Harzungen bis zurück zum Start…
8. Internationalen Zuverlässigkeitsfahrt für klassische Geländemotorräder bei Nordhausen (Foto: agl)
Im Südharz zwischen der Sorell’schen Ziegelei und Herrmannsacker kneterte und knarzte es heute reichlich. Auf Feld- und Waldwegen waren knapp 200 Starter aus ganz Deutschland und darüber hinaus unterwegs. Ein Teilnehmerrekord, freut sich Ralf Isleif vom Verein Classic Enduro Südharz. Die Motorradfreunde stellen die Rundfahrt seit ein paar Jahren auf die Beine.
Dabei gehört der Verein nicht zu den Alteingesessenen, die Gründung fand 2019 statt und begann mit einem Bier unter Freunden und etwas Nostalgie. Wir haben beieinander gesessen und hatten einen ganzen Haufen Fotos der alten Geländefahrten im Südharz vor uns, die es bis 1990 gab. Was damals ging müsste auch heute machbar sein und so haben wir den Verein gegründet und mit einer kleinen 30-Kilometer-Rundfahrt angefangen, berichtet Isleif. Ein Jahr später kamen schon 65 Fahrer zusammen, noch ein Jahr später - unter Corona-Auflagen - kam man auf 165.
Inzwischen kommen Fahrerinnen und Fahrer aus ganz Deutschland, aus Belgien und den Niederlanden und zum ersten mal in diesem Jahr auch aus England in den Südharz, um hier auf die Strecke zu gehen. Die führt über öffentliche Straßen und Wege an Petersdorf, Bucholz, Herrmannsacker, Neustadt und Harzungen vorbei wieder zurück zur Ziegelei und ist insgesamt dreimal zu bewältigen. Höhepunkte sind die Sonderprüfungen, bei denen in der Nähe von Harzungen und auf dem Ziegeleigelände abseits der öffentlichen Verkehrswege auf Zeit gefahren wird.
Ohne die vielen freiwilligen Helfer, den Ortsfeuerwehren Petersdorf, Neustadt und Niedersachswerfen, dem Treckerclub Herrmannsacker, der Johanniter Unfallhilfe und der DEKRA, wäre die Veranstaltung nicht zu bewältigen., sagt Isleif, gedankt wird auch den Agrargenossenschaften Buchholz und Harzungen, die zum Gelingen der Veranstaltung erheblich beitrage, sowie dem neuen Besitzer der Ziegelei, Herrn Marco Prange, der sein Gelände zur Verfügung stellt und somit überhaupt das Ganze erst ermöglicht.
Gefahren wird noch bis 17 Uhr, dann werden die diesjährigen Sieger geehrt. Neugierige und Gäste an der Strecke sind gerne willkommen, am Start an der Ziegelei und Kontrollpunkten wie dem Festplatz über Herrmannsacker kann man sich auch mit Getränken und Grillgut versorgen. Angelo Glashagel