Fünf Jahre "Jazzmangel" und ein:

Außergewöhnlicher Rabazz im November

In diesem Jahr feiert der Nordhäuser Jazzclub sein mittlerweile 43. Jazzfest, Traditioneller Höhepunkt, der Jazz Rabazz, wird in diesem Jahr eine Vereinigung von Jazzern dieses Landes sein, die es so noch nicht gegeben hat. Neugierig? Dann unbedingt auf "lesen" klicken...

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Geburtstag der Jazzmangel mit Kaffee und Kuchen (Foto: nnz)

Bevor wir jedoch zur "Welturaufführung" kommen, ein kurzer Blick zurück auf fünf Jahre "Jazzmangel" in der Barfüßerstraße in Nordhausen. Zu diesem Geburtstag hatten die Jazzer gestern Nachmittag eingeladen. Bei handgemachter, natürlich jazziger Musik, bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und selbstverständlich auch bei Fettbrot mit Gürkchen (FmG) zog Jazzclub-Chef Holger Gonska im Gespräch mit der nnz eine kurze Bilanz der zurückliegenden 60 Monate.

Man sei es damals, also vor fünf Jahren, leid gewesen, für jede Veranstaltung alles Notwendige mitzuschleppen. Von Bierkisten und Weingläsern, über eine PA-Anlage samt Mischpult, defacto "alles" wurde zu den Veranstaltungsorten wie Cyriaki-Kapelle oder Clubhaus hin- und am nächsten Tag wieder zurückgebracht.

"Viele Jahre hatten wir gesucht, um das alles irgendwie zentral lagern zu können. Dann endlich konnten wir Lagerfläche im hinteren Bereich eines Geschäftes für Baby- und Kinderbekleidung anmieten", beschreibt Gonska das Vorspiel. Der eigentliche Hauptact war das Ein- und Her- und Einrichten des mittlerweile aufgegebenen Geschäfts zu dem, was es heute immer noch ist: ein geiler Ort für die Musik. Eine Innenarchitektin machte mit, viel Eigenleistung, finanzielle Unterstützung, zum Beispiel durch die Sparkassenkulturstiftung und eine ehemalige Heißmangel für die Namensgebung nebenan - das waren die Zutaten für die Jazzmangel.

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ZAG spielte auf und gratulierte so zum Geburtstag (Foto: nnz)

Genau der richtige Ort, um für 30 bis 40 Leute eine Clubatmosphäre zu schaffen, der sich auch die unterschiedlichsten Jazz-Musiker nicht entziehen konnten und gern wiederkommen. Nun ist die "Jazzmangel" längst über die Stadtgrenzen hinaus ein Synonym für feinsten Jazz in all seinen Auslegungen.

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Flyer zum 43. Jazzfest (Foto: privat)
Soweit, so gut. Von der Vergangenheit und Gegenwart ein Blick auf das Jahresende. Da steht das nunmehr 43. Jazzfest in Haus und beim Jazz Rabazz werden vermutlich selbst dem hartgesottensten Musikliebhaber ohne und mit DDR-Vergangenheit die beiden Äuglein feucht werden: Zu "Dem Begabten Kind" gesellen sich die "East Jazz Old Stars on Stage"; was übersetzt heißt: am 7. November geben sich die Legenden nicht die Klinke, sondern Mikrofon und/oder Instrumente in die Hand. Zum Beispiel: Angelika Weiz. Pascal v. Wroblewski, Conny Bauer, Baby Sommer, Ulli Gumpert und 29 weitere Jazzerinnen und Jazzer werden für das Publikum das zelebrieren, was sie am besten können: Jazz vom Feinsten.

Holger Gonska fast es kurz zusammen. "In Nordhausen spielen Alt und Jung und West und Ost zusammen." Ja, und dafür ist die "Bühne" in der "Jazzmangel" dann wirklich zu klein. Der Rabazz wird im Theateranbau stattfinden und die begehrten Karten gibt es jetzt schon unter zappa1959@aol.com. Wenn das Nordhäuser Theater aus Sommerschlaf erwacht ist, dann können im Musentempel Eintrittskarten für den Rabazz geordert werden.
Peter-Stefan Greiner
    
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