Eine wissenschaftliche Abhandlung als Diskussionsgrundlage

„Energiewende durch Windkraft physikalisch unmöglich“

Dienstag
22.02.2022, 16:00 Uhr
Autor:
red
veröffentlicht unter:
Im April 2020 veröffentlichten wir unter dem Titel „Kann das wirklich sein: Windräder als Klimakiller?“ einen viel diskutierten Beitrag. Jetzt erreichte uns eine Abhandlung des Diplom-Physikers Dieter Böhme aus Gera, mit dem wir seit unserem Beitrag damals in Briefkontakt standen. Vielleicht können seine Ausführungen hier einen sachlichen Disput auslösen

Älteres Modell eines Windrades  (Foto: oas) Älteres Modell eines Windrades (Foto: oas)

„Der Ausbau der Windkraft erfordert immer größere Windparks, die sich deshalb immer mehr gegenseitig den Wind wegnehmen und somit den weiteren Ausbau immer ineffizienter machen.“ Diese These stellt der diplomierte Physiker in seiner Streitschrift auf. Das Max-Planck-Instituts in Jena, so argumentiert Böhme, hat die extrem geringe Leistungsdichte von 0,5 W/m2 Landschaftsfläche (mittlere Leistung) in einer Studie für große Windparks belegt, Und er fragt, ob das eine Art „Betriebsunfall“ der Energiewende gewesen sei. Denn wenn strikte Befürworter der Windkraft Messungen in Windparks durchführten, müsse mit Überraschungen gerechnet werden.

Die Brisanz der geringen Leistungsdichte von 0,5 W/m2 in Bezug auf den Landschaftsverbrauch durch Windkraft und die Beeinflussung des Klimas seien von der Presse möglicherweise noch nicht vollständig erkannt worden, vermutet der Gerner Physiker. „Und so ist dies wohl auch noch nicht zur Thüringer Landesregierung und in das grüne Energie-Ministerium vorgedrungen? Denn dieses rechnet immer noch mit einer Leistungsdichte von 30 MW/km2 und mit der Nenn-Leistung von Windrädern und extrapoliert von einem Windrad sodann auf fast tausend Windräder,“ kritisiert er.

Wir hängen Ihnen hier Dieter Böhmes Arbeit an, ohne deren Inhalt in irgend eine Richtung bewerten zu wollen. Interessant dürften seine Thesen sowohl für die Befürworter wie auch für die Gegner der Windenergie sein. Aber Achtung, es ist keine rein populärwissenschaftliche Kurzfassung, die auf 14 Seiten ausgebreitet wird.
Olaf Schulze