64 % befürchten langfristig negative Auswirkungen durch Corona-Krise

Rezessions-Angst auf Höchststand

Sonntag
24.05.2020, 17:10 Uhr
Autor:
red
veröffentlicht unter:
64 Prozent befürchten durch Krise langfristig negative Auswirkungen. Der Anstieg der Google-Suchen für „Rezession“ betrug 525 Prozent. Der erwartete Anstieg der Insolvenzen liegt bei bis zu 25 Prozent...


Die Angst vor einer tiefgreifenden Rezession wächst, inzwischen befürchten 64 Prozent, dass sich die Corona-Krise auch auf lange Sicht negativ auswirkt. Das weltweite Google-Suchvolumen für den Begriff „Recession“ erhöhte sich unterdessen binnen zweier Monate um 525 Prozent, wie aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervorgeht.

Rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen befürchten Umsatzeinbußen im zweiten Quartal von durchschnittlich 55 Prozent. Und obgleich Deutschland und Europa stark von den Auswirkungen betroffen sein könnte, erwarten Analysten nicht zuletzt in den Vereinigten Staaten von Amerika erhebliche Turbulenzen. Demnach steige die Anzahl der Insolvenzen in den USA um bis zu 25 Prozent. In Europa steige die Konkurs-Anzahl hingegen um 19 Prozent, so die Prognose.

Trotz des allgemeinen Marktabschwungs verzeichnen einzelne Anlageklassen auch ein Wachstum. Am besten schneidet hierbei Bitcoin ab. Der Preis der Digitalwährung erhöhte sich seit Jahresbeginn um 18,8 Prozent. Auch das Edelmetall Gold wird bis dato seinem Ruf als Krisen-Währung gerecht. Hier schlägt der Zugewinn mit 16,2 Prozent zu Buche.

„Aktuell tritt eine Entkoppelung der Realwirtschaft von dem Börsengeschehen zutage“, so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay. „Während die Gewinne der Unternehmen dahinschmelzen, befinden sich die Aktienkurse teilweise wieder im Aufwind. Das Agieren der Großanleger, die ihre Cash-Bestände erhöhen, lässt hingegen Schlimmeres befürchten“.