Meldung aus der Wirtschaftswelt

Sozialwahlen beginnen mitwählen - mitbestimmen!

Freitag, 21. April 2017, 10:06 Uhr
In diesen Tagen bekommen die Beschäftigten in Deutschland rote Briefe zugestellt von der Krankenkasse, von der Rentenversicherung oder auch der Unfallversicherung. Dazu eine Information der Gewerkschaft ver.di...

Dabei geht es aber nicht um Anträge oder Rechnungen: Die roten Briefe werden alle sechs Jahre an Millionen gesetzlich Versicherter in Deutschland gesendet. Sie enthalten die Unterlagen zur Sozialwahl. „Das ist eine wichtige Wahl für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Deshalb: Mitwählen, mitbestimmen!“, fordert Oliver Greie, Landesbezirksleiter von ver.di in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die Beschäftigten auf.

Im Rahmen dieser Wahlen wählen die gesetzlich Versicherten ihre Vertreter in der Selbstverwaltung verschiedener Krankenkassen, der Renten- und der Unfallversicherung. Die Gewerkschaften wirken dabei mit und stellen für die Sozialwahlen Listen mit Kandidatinnen und Kandidaten auf. Die Gewählten wachen anschließend ehrenamtlich darüber, ob bei den Versicherungen alles mit rechten Dingen zugeht. Sie kontrollieren die Arbeit der Verwaltung und entscheiden zum Beispiel, welche Leistungen die Krankenkassen neben den gesetzlichen Pflichtaufgaben zusätzlich erbringen sollen. Außerdem wählen sie die Kassenvorstände. In der gesetzlichen Rentenversicherung kümmern sie sich beispielsweise um die Reha-Leistungen, besonders wichtig für die Beschäftigten: In den Widerspruchsausschüssen setzen sich die Gewählten für die die Belange der Versicherten ein, wenn ihnen Leistungen verweigert wurden.

Damit in den Gremien die Interessen der Arbeitnehmer und Rentner sachkundig vertreten werden, engagieren sich die Gewerkschaften bei den Sozialwahlen. Um die Sozialwahlen an dieser Stelle transparenter zu machen, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) unter der Internetadresse

www.sozialversicherung.watch

ein Portal geschaffen, auf dem sich die Kandidatinnen und Kandidaten vorstellen und von den Versicherten auf Herz und Nieren geprüft werden können. Die Antworten werden veröffentlicht. Daneben enthält das Portal umfassende Informationen zu den Sozialwahlen.

Weitere Informationen unter
www.sozialversicherung.watch und
http://sozialwahl.dgb.de